Unterföhring - Ein Münchner (28) ist am Samstagabend im Feringasee in Unterföhring untergegangen und konnte nur noch tot geborgen werden. Erst am Freitag war am Heimstettener See ein Italiener ertrunken.

© Wasserwacht
Trotz Rettungshubschrauber am Heimstettener See kommt jede Hilfe zu spät.
Bereits am Freitag war ein Italiener am Heimstettener See ums Leben gekommen (wir berichteten). Der Mann war mit seinen Arbeitskollegen zum Schwimmen gegangen, als er plötzlich unterging. Zwar gelang es noch einem jungen Mann, das bewusstlose Unfallopfer aus vier Metern Tiefe wieder nach oben zu bringen. Allerdings verstarb der Mann trotz sofort eingeleiteter Reanimation im Boot der Rettungssanitäter. Der Italiener soll laut Wasserwacht herzkrank gewesen sein.
Auch einem 16-jährigen Ismaninger ist seine Unvernunft beinahe zum Verhängnis geworden. Der stark angetrunkene Jugendliche wollte sich in der Nacht auf Sonntag zum Spaß in der Isar treiben lassen. Als seine Freunde ihn aus den Augen verloren haben und er nach mehreren Rufen nicht antwortete, verständigten sie die Feuerwehr. Der Ismaninger kletterte schließlich selbstständig unversehrt ans Ufer.
„Es ist ja schön, dass Deutschland den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft holt“, aber der Alkoholkonsum der Fußballanhänger und die Hitze ist ein tödlicher Mix, sagt Christian Patzak. „Die Leute gehen betrunken ins Wasser, kühlen sich nicht vorher ab, sind vollgefressen“, ärgert sich Patzak. „Oder aber sie können nicht richtig schwimmen oder sind herzkrank“ - wie bei den Fällen am Feringa- und Heimstettener See.
Der Wasserwachtler rät, dass sich Gruppen absprechen sollten, „bis wohin man schwimmt“. Auch solle man im Idealfall mit Schwimmhilfen wie Luftmatratzen oder Schwimmwesten ins Wasser gehen, um im Notfall etwas zu haben, das einen über Wasser hält.
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