Garching - Eröffnet worden ist die Weltmeisterschaft der Schützen auf dem Münchner Marienplatz, doch eigentlich ist Garching der Gastgeber auf der Olympiaschießanlage in Hochbrück.

Schützenpräsident Josef Ambacher dankt Garchings Bürgermeisterin Hannelore Gabor. Foto: nb
Und als Gastgeber gab die Stadt einen rauschenden Empfang mit einem Ochsenessen für gut 500 Sportler und Funktionäre im Bürgerhaus. „Wer meinen Bürgermeisterkollegen Ude am vergangenen Freitag auf dem Marienplatz zugehört hat, der könnte meinen, dass die Wettkämpfe in München ausgetragen werden“, stichelte Hannelore Gabor (CSU) gegen den großen Nachbarn. Nun machte sie aber deutlich, dass die Schießanlage Hochbrück zu Garching gehört und zeigte auf, dass die Stadt mit unbürokratischen Genehmigungen im Vorfeld die Veranstaltung unterstützt hatte.
Mit dem Empfang begrüßte die Stadt vor allem die 2500 Schützen aus 104 Nationen, die zusammen mit noch einmal fast 2000 Funktionären, alle mit umgehängter Akkreditierung, das Stadtbild prägen. In ganz Garching sind derzeit die Hotelzimmer ausgebucht. Die Teilnehmer sitzen an wettkampffreien Tagen in Cafes oder gehen Einkaufen. „Das bringt eine gewisse Wertschöpfung für Garching“, sagt Gabor über die ortsansässige Gastronomie, die eineinhalb Wochen von dem Event profitierte.
Die Stadt Garching profitiert aber auch von den 1,6 Millionen Euro, die der Deutsche Schützenbund für die Weltmeisterschaft in die Hand nahm. Der Verband modernisierte die Anlage und brachte unter anderem bei den Ständen der Wurftauben-Schützen den Lärmschutz auf den neuesten Stand. Gabor bestätigt, dass sie seit den Baumaßnahmen auch keine Lärm-Beschwerden aus dem Hochbrücker Wohngebiet mehr zu hören bekomme.
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