002.08.10|München Nord|München Nord|6
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Landkreis - Das Landratsamt hat schwere Aufbewahrungs-Mängel bei Waffenbesitzern festgestellt. 90 Prozent der Kontrollierten in drei Gemeinden verwahrten Schusswaffen nicht ordnungsgemäß. Manche bunkerten Pistolen sogar unter Wäschebergen.

Legale Lagerung: So wie die Gewehre in einem Waffenschrank im KVR München muss eine ordnungsgemäße Lagerung von Schusswaffen aussehen.
Als "Schwerpunktaktion" bezeichnet das Landratsamt die Inspektions-Aktion. Kontrolleure rückten am Samstag aus, um unangemeldet in der Stadt Garching sowie in den Gemeinden Ottobrunn, Unterhaching bei Waffenbesitzern zu klingeln - und nachzusehen, ob diese ihre Schusswaffen ordnungsgemäß verwahren. Von 167 aufgesuchten, trafen die Kontrolleure 82 an. Hauptziele waren Erben und so genannte Altbesitzer.
Das Ergebnis veranlasste die Behörde zu einem alarmierenden Fazit: Von „schweren und erheblichen Aufbewahrungsmängeln“ ist die Rede. Ganze 90 Prozent der angetroffenen Waffenbesitzer bewahrten sowohl Schusswaffen als auch Munition nicht ordnungsgemäß zuhause auf. Die Kontrolleure erlebten mitunter Kurioses: Sie fanden Pistolen unter Wäschebergen im Schrank und unterm Bett. Manche hatten ihre Feuerwaffen einfach in die Schublade gelegt, andere gar dekorativ an der Wand aufgehängt. Teilweise war die Munition gleich neben der Waffe ungesichert gelagert. Die Kontrolleure handelten sofort und stellten vor Ort insgesamt 22 Schusswaffen sicher.
Landrätin Johanna Rumschöttel ist von dem Ergebnis der Aktion "höchst beunruhigt". "Ich will wir gar nicht vorstellen, was passieren kann, wenn Kinder beim Spielen in Opas Kleiderschrank eine Schusswaffe gleich mit der dazugehörigen Munition finden", sagte die Landrätin.
Den nachlässigen Waffenbesitzern drohen jetzt empfindliche Sanktionen: Die Behörde kann Geldbußen bis zu 10 000 Euro. Wird den Betroffenen Vorsatz nachgewiesen sieht das Gesetz auch eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor.
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