719.07.10|München Nord|München Nord|
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Garching - Die Gäste blickten beeindruckt auf das futuristische Bauwerk mit der millionenschweren Einrichtung im Erweiterungsbau des Walter-Schottky-Institutes (WSI).

Vor dem Neubau: (v.l.) TUM-Präsident Wolfgang Herrmann, Garchings Bürgermeisterin Hannelore Gabor, Professor Gerhard Abstreiter und Minister Wolfgang Heubisch. Foto: mic
Das neue Gebäude am Forschungscampus wurde mit einem großen Fest eingeweiht, und so ganz nebenbei ging es gleich um die nächsten Schritte des Wissenschaftsstandortes im Norden Garchings.
Keine zwei Jahre dauerte es zwischen der ersten Antragstellung und der Fertigstellung des Gebäudes, für das Bund und Land gut elf Millionen Euro bezahlten. Stolz erklärte der Institutsleiter Professor Gerhard Abstreiter, dass das Gebäude zum Baubeginn noch nicht einmal einen Arbeitstitel hatte. Garchings Bürgermeisterin Hannelore Gabor bewunderte diesen Rekordbau und würde sich wünschen, „dass städtische Gebäude auch mit solchen Geschwindigkeiten entstehen.“ Gabor betonte auch die Bedeutung der engeren Vernetzung von Wirtschaft und Wisssenschaft, um die schnellere Markteinführung der Forschungserfolge zu ermöglichen. Sie erklärte, dass in Garching bereits mehrere Unternehmen aus dem 22 Jahre bestehenden Institut hervor gingen.
Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch musste gestern mit Handicap reden, denn sein Fahrer war mit der Rede weggefahren. Heubisch machte deutlich, dass er sich gegen Sparpolitik bei der Wissenschaft mit Händen und Füßen wehrt: „Wer sagt, dass Bildung teuer ist, der weiß nicht, was Dummheit kostet.“ Heubisch steckte die Ziel hoch für das WSI, das in der internationalen Spitze mitmischen solle. Genau das ist nun wieder möglich.
TUM-Präsident Wolfgang Herrmann bemerkte scherzhaft, „dass das Walter-Schottky Institut I gegen die Tierschutzverordnung verstoßen hat und auch die rechtliche Richtlinie von Gefängniszellen liegt bei acht Quadratmetern“. Der Engpass des WSI habe sich vor allem seit 2006 durch den Erfolg in der Exzellenzinitiative verschärft. Herrmann möchte nun den zweiten Teil der Exzellenzinitiative in Angriff nehmen und beantragen.
Im Anschluss an des Festakt des Walter-Schottky-Institutes lud Herrmann den Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch gleich ein, mit dem Fahrstuhl den neuen Wetterturm hinauf zu fahren. „Von dort kann ich ihnen dann gleich zwei Standorte für die Elektrotechnik-Fakultät zeigen.“
TUM-Präsident Herrmann würde gerne die derzeit noch in München sitzende Elektrotechnik in den kommenden Jahren auch nach Garching holen, um so den Forschungscampus weiter zu bereichern. Nico Bauer
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