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Untragbare Zustände am S-Bahnhof Unterschleißheim

Untragbare Zustände am S-Bahnhof Unterschleißheim

Unterschleißheim - Viele S-Bahnhöfe im Landkreis befinden sich in schlechtem Zustand. Gegen diese Verwahrlosung regt sich jetzt in Unterschleißheim Protest.

Edmund Lauterbach ist keiner, der gerne im Mittelpunkt steht. Und er ist keiner, der unnötig Wind um etwas macht. Jetzt aber hat sich der Wind ein wenig gedreht und Lauterbach hat sich öffentlich zu Wort gemeldet. Auf seiner Homepage zeigt er die Missstände am Unterschleißheimer S-Bahnhof auf und dokumentiert sein Bemühen, bei der Deutschen Bahn AG (DB AG) um Abhilfe zu bitten.

Die Bahnsteig-Uhr, deren Zifferblatt seit Wochen mit einer Plastikfolie verklebt ist, die Bank, auf der keiner mehr sitzen kann, weil ihr die Füße fehlen, die zerstörten Glasscheiben der Fahrplan-Vitrinen: Es sind traurige Bilder des S-Bahnhofs, die Lauterbach zusammengestellt hat.

Er ist traurig, weil es Menschen gibt, die mutwillig öffentliches Gut zerstören. Traurig, weil das zuständige Bahnhofsmanagement der DB AG lieber abklebt und absperrt statt zu reparieren und den trostlosen Zustand an ihren Haltepunkten scheinbar hinnimmt. Lauterbach jedenfalls hat mehrfach an die Zuständigen geschrieben. Antwort bekommen hat er unter anderem von Stefan Garber, im DB AG-Vorstand zuständig für die Infrastruktur.

In seinem Schreiben von Ende September stellt Garber Gespräche mit der Stadt Unterschleißheim in Aussicht. Vor Ort aber ist die Zerstörung derweil längst fortgeschritten. Wo einst Klebefolie die Löcher im Glas der Fahrplan-Vitrinen abdeckte, ist das Glas jetzt völlig zerstört. Der Fahrplan Richtung Freising ist verschwunden, in Richtung München fehlen Tarifplan und Liniennetz.

Ohne viel Wind zu machen, wollte Lauterbach dafür sorgen, dass das der Bahnhof wieder vorzeigbar wird. Doch jetzt ahnt Lauterbach: Ohne Wind wird sich nichts verändern. Vielleicht muss es sogar einen öffentlichen Sturm geben, um die DB AG aufzurütteln. Lauterbach jedenfalls hat sich geschworen: „Ich will der Bahn dieses Verhalten nicht mehr durchgehen lassen.“ Schon gar nicht mit Blick auf die Tatsache, dass die Fahrpreise im Dezember weiter steigen. bw

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