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Landkreis: Weil es so kalt ist: Salz greift nicht

Weil es so kalt ist: Salz greift nicht

Landkreis - Sibirische Temperaturen und Schneefall haben gestern dafür gesorgt, dass es nur zäh auf den Straßen voran ging. Immer wieder kam es auf den Straßen im Landkreis zu Glätteunfällen. Nach Angaben aller Polizeistationen und Inspektionen blieb es dabei aber meist bei kleinen Auffahrunfällen oder Leitplankenremplern mit geringem Blechschaden.

Meist nur Blechschäden: Die Mehrzahl der Unfälle sind gestern glimpflich abgegangen – wie hier auf der A 99 bei Kirchheim. Foto: Gaulke

Meist nur Blechschäden: Die Mehrzahl der Unfälle sind gestern glimpflich abgegangen – wie hier auf der A 99 bei Kirchheim. Foto: Gaulke

Nur an der Anschlusstelle zur A 99 in Haar passierte, laut Polizeibericht, gegen 4.30 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall. Vermutlich aufgrund von Schneeglätte hatte ein 39-Jähriger in der Kurve die Kontrolle über sein Auto verloren und überschlug sich mehrfach. Schwer verletzt konnte er sich aus dem Fahrzeug befreien und wurde wenig später mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Anschlussstelle musste kurzzeitig gesperrt werden. Zu größeren Behinderungen kam es nicht.

Stau und zähfließender Verkehr stellten sich erst mit Beginn des Berufsverkehrs ein. Angesichts der schneeglatten Straßen ging es nur mit mäßiger Geschwindigkeit vorwärts. Vielerorts gab es Beschwerden über vom Wintersdienst schlecht geräumte Straßen. Tatsächlich haben die Bauhöfe der Gemeinden derzeit mit den extremen Minusgraden zu kämpfen. „Bei der Kälte greift das Salz einfach nicht“, erklärt Unterhachings Bauhof-Leiter Klaus Tränkler. Wenn der Boden zu frostig ist, taut das Salz das Eis nicht weg. Es schmilzt kurz an, wenn die Autos darüber fahren, gefriert wieder und hinterlässt einen rutschigen Eisfilm. Auch Splitt zu streuen, sei keine Alternative, sagt Tränkler. Der bliebe auf dem eisigen Boden nicht haften, sondern zerstreue sich zur Seite. So bliebe nur eine Lösung: „Die Autofahrer müssen sich anpassen und vorsichtig fahren.“ Die Mitarbeiter des Bauhofs seien trotzdem nicht untätig, sondern überall dort im Einsatz, wo das Räumen funktioniere

. Das bestätigt auch Unterschleißheims Bauhof-Chef Peter Kling. Im Stadtgebiet habe man sich gestern darauf beschränkt, besonders gefährliche Schwerpunkte abzusichern, wie Brücken und Steigungen. „Dafür brauchten wir doppelt so viel Salz als sonst, damit es überhaupt etwas brachte“, sagt er. pk

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