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Unterschleißheim: Wenn ein Lachen die ganze Welt verändert: Spenden für den kranken Simon (2)

Wenn ein Lachen die ganze Welt verändert: Spenden für den kranken Simon (2)

Unterschleißheim - Wenn Simon (2) lacht, dann es ist das für seine Eltern Petra Mengden und Andreas Geiger das größte Glück. Denn der schwerkranke Bub kann weder sprechen noch sitzen.

© Michalek

Neue Hoffnung für ihren schwerkranken Sohn Simon schöpfen Andreas Geiger und Petra Mengden, die gerade erst wieder Eltern geworden sind. Vor zwei Wochen kam Töchterchen Melissa zur Welt.

Weil keiner richtig weiß, was Simon fehlt, hoffen die Eltern auf eine Naturheiltherapie. 8000 Euro Spenden sind schon zusammengekommen.

Die Tage, die Simon in seinem jungen Leben schon im Krankenhaus verbracht hat, können seine Eltern gar nicht mehr zählen. Auch nicht, wie viele Blutuntersuchungen, Biopsien, und Vollnarkosen der kleine Bub schon über sich ergehen lassen musste. Und trotzdem wüssten die Ärzte bis heute nicht, an welcher Krankheit Simon leidet. Selbst Forscher in den USA und in England seien ratlos. Und die Hoffnung auf Gewissheit schwindet bei der Unterschleißheimer Familie mit jedem fehlgeschlagenen Untersuchungsergebnis.

Simons Symptome sind vielfätig: Er ist sehr klein, Milz und Leber sind vergrößert, er kann nicht sitzen, den Kopf nicht halten, überstreckt sich ständig. Wirbelsäule, Hüfte und Füße sind verformt, er kann nicht schreien, nicht weinen, nicht schwitzen, sieht nur Kontraste und muss einen Katheter tragen. Sein Immunsystem ist so schwach, dass Simon kaum an die frische Luft gehen kann, weil die Gefahr zu groß ist, dass er sich erkältet.

„Manche Ärzte haben uns gesagt, dass unser Kind nicht älter als drei Jahre wird, wir waren fix und fertig“, erzählt Petra Mengden. Angst hätte sie gehabt, sagt die 29-Jährige, eine enge Bindung zu Simon aufzubauen. „Weil ich nicht wusste, ob ich ihn vielleicht bald wieder verlieren würde.“ Und Andreas Geiger (34) muss eingestehen: „Es hat lang gedauert, zu akzeptieren, dass ich ein krankes Kind habe.“ Er habe davon geträumt, einen Sohn zu haben, mit dem er draußen Fußball spielen und toben kann. Simon wird das wohl nie können.

Heute hat das Paar, das seit elf Jahren zusammen ist, zu neuer Stärke gefunden. „Wir nehmen unseren Sohn, so wie er ist, und lieben ihn über alles“, sagt Mengden. Viel Kraft gibt Simon seinen Eltern. „Er ist so tapfer und stark, daran können sich viele ein Beispiel nehmen“, findet Andreas Geiger. Mit weiteren Krankenhausaufenthalten wollen sie Simon nicht mehr quälen. „Wir wollen alles tun, damit es ihm gut geht.“

Als das Paar von einer Therapie im Naturheilzentrum in Bottrop erfährt, nutzen sie diese Chance. Simon bekommt eine erste Akkupunktur am Ohr, um zu sehen, ob die Behandlung anschlägt. Auf dem Weg zurück nach Hause lacht Simon das erste Mal laut. „Ich werde das nie vergessen, das war wie ein Wunder für uns, wir hatten beide Tränen in den Augen“, erinnert sich Petra Mengden.

Doch die Behandlung ist teuer, 25 000 Euro für ein Jahr. Geigers Arbeitgeber, das Seniorenzentrum „Haus am Lohwald“, und Handball-Freunde von Petra Mengden vom TSV Schleißheim bringen daraufhin eine Spendenaktions-Welle ins Rollen. Mittlerweile sind knapp 8000 Euro zusammengekommen. „Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk für uns“, freuen sich die jungen Eltern. Und noch einen Grund zur Freude hat die Familie: Vor zwei Wochen kam Simons Schwester Melissa zur Welt. Im Frühjahr sollen beide Kinder getauft werden. „Und dann“, verraten Petra Mengden und Andreas Geiger, „wird endlich geheiratet.“

Spendenkonto

Gemeinnützige Paritätische Altenhilfe, Spendenkonto Simon Geiger, Kontonummer: 22 47 32 01, BLZ: 70 25 01 50

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