Landkreis – Sturmtief „Andrea“ hat für viel Arbeit gesorgt: Polizei und Feuerwehr mussten immer wieder ausrücken. Vor allem, um beschädigte Bäume wegzuschaffen und Straßen freizuräumen. In Brunnthal brach der Sturm den Maibaum der „Edelweiß“-Trachtler.

© Gaulke
Der Maibaum brach durch den Sturm durch.
Gegen die Gewalt von „Andrea“ hat der 23 Meter hohe Maibaum des Trachtenvereins „Edelweiß“ in Brunnthal keine Chance: Am Donnerstagmittag packt ihn eine Böe. Das Stangerl wankt und bricht. Der obere Teil des Holzes bleibt in einem Baum hängen. Und Klaus Sprenzel, Kommandant der Brunnthaler Feuerwehr, der sich den Schaden zunächst allein ansieht, weiß gleich: Da ist nichts mehr zu machen, da muss keiner seiner Helfer ausrücken.
Der Kummer wird sich bei den Trachtlern vermutlich in Grenzen halten. Denn bereits im Februar sollte der Maibaum „eh wegkommen“, sagte Sprenzel, und ist froh, dass niemand verletzt worden ist.
Auch bei den übrigen Zwischenfällen im Landkreis kommt niemand zu Schaden. Rund 200 Mal muss zwar allein die Feuerwehr am Donnerstag ausrücken. Doch die Einsätze seien „nicht so schlimm“ gewesen, meldet ein Sprecher der Feuerwehr-Pressestelle. Es bleibt bei Sachschäden, mal mehr, mal weniger hoch.
Für 20 Minuten gesperrt ist die Kreisstraße zwischen Oberbiberg und Unterhaching. Auch hier hat es mehrere Sturmschäden gegeben, müssen Einsatzkräfte erst sägen, dann aufräumen. Ähnlich lange dauert die Sperre bei einem Einsatz in Grünwald an der Südlichen Münchner Straße. Dort hat der Sturm einen Baum umgerissen, der über die Straße hängt. Auch hier kommt die Feuerwehr mit der Säge.
Etwa 3500 Euro Schaden an einem Suzuki hat ein umgestürzter Baum in Grünwald verursacht. Er kippt um 11.35 Uhr an der Oberhachinger Straße/Ecke Tremmelallee auf den Jeep.
Für Einschränkungen hat „Andrea“ zudem beim S-Bahn-Verkehr gesorgt. Die S 7 fährt am Nachmittag zwischen Höhenkirchen/Siegertsbrunn und Aying für rund 40 Minuten nicht. Denn zwischen Dürrnhaar und Höhenkirchen droht ein Baum auf die Oberleitung der S-Bahn-Strecke zu fallen. Die Feuerwehr Höhenkirchen und die Polizei riegelen die St. 2078 in diesem Bereich ab und leiteten den Verkehr um. Probleme gibt es außerdem auf der Strecke der S 20/27, auf der auch die Bayerische Oberland-Bahn fährt. Auf Landkreis-Gebiet ist die Verbindung in der Zeit von 7.30 Uhr bis 11.50 Uhr unterbrochen.
Insgesamt aber lässt „Andrea“ den Landkreis glimpflich davonkommen. „Es war viel, aber es war nicht so schlimm“, fasst der Sprecher Feuerwehrpressestelle zusammen.
Ilsabe Weinfurtner
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