Taufkirchen - Die Verhältnisse auf der Buslinie 222 zwischen Taufkirchen und Ottobrunn hält Birgit Schmidl vom SPD-Ortsverein Taufkirchen für untragbar. Was ist dran?
Birgit Schmidl hat Angst. Angst davor, in den Bus zwischen Taufkirchen und Ottobrunn einzusteigen. „Wenn es irgendwie geht, vermeide ich es mit der Linie 222 zu fahren“, sagt sie. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Die Busse würden teilweise einfach nicht kommen. Die Fahrer würden ruppig fahren, sodass ältere Menschen fast zu Fall kommen. Und das Schlimmste: „Ein paar der Fahrer scheinen neurotische Züge zu haben.“
Pötke wandte sich nun an den MVV und das Landratsamt mit einem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt. Darin fordert er dazu auf, „ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt ein Unternehmen zu beauftragen, das die Qualitätsstandards zuverlässig erfüllt.“ Denn die Firma Geldhauser erfülle diese im Moment nicht, wie die vielen Beschwerden zeigten.
Martin Geldhauser, der Inhaber des Busunternehmens, weist Fehler seines Unternehmen von sich. „Ich glaube eher, dass da rumgestänkert wird“, meint er. Er sieht sich selbst als Opfer: „Unseren Fahrern wurden schon Prügel von den Fahrgästen angedroht“, klagt er, auch Scheiben seiner Busse hätte man eingeschlagen. Trotzdem gibt er zu, dass zur Linie 222 Beschwerden eingehen: „Bisher wurden uns aber nie genauen Daten wie die Uhrzeit oder der Namen des Fahrers mitgeteilt. So können wir nichts unternehmen.“
Auf den Grund gehen will der MVV der Sache: Zwei Sachverständige sind mit der Linie mitgefahren, um die Vorwürfe zu prüfen. Die Ergebnisse werden ausgewertet. Zudem suche man das Gespräch mit der Firma Geldhauser. „Automatisch davon ausgehen, dass das Unternehmen schuld ist, kann man nicht“, so MVV-Sprecherin Beate Brennauer.
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