002.08.10|München Süd|München Süd|
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Neufahrn - Ein neues Fahrzeug in einer neuen Garage der Feuerwehr Neufahrn weihten jetzt Prälat Wolfgang Schwab und Pfarrerin Elke Stamm.

Freuten sich über die gelungene Einweihung: (v.l.) Prälat Wolfgang Schwarz, Kreisbrandrat Josef Vielhuber, Kommandant Peter Mayer, Vorstand Michael Westermeier, die evangelische Pfarrerin Elke Stamm und Bürgermeister Matthias Ruhdorfer. Foto: jürgen Bollig
„Wir haben etwas zu feiern“, verkündete jetzt der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Neufahrn, Michael Westermeier. Und recht hatte er: Seine Rede hielt er nämlich vor einer frisch errichteten Garage neben dem Feuerwehrhaus. Darin befand sich zudem ein Mehrzweckfahrzeug, das schon seit März seinen Dienst für die Truppe leistet. Prälat Wolfgang Schwab und Pfarrerin Elke Stamm sorgten für den himmlischen Schutz.
Begeisterter Applaus kam auf, als sich das elektrische Tor der Garage öffnete. Denn dass man sich ein solches Fahrzeug anschaffen konnte, war zu Beginn alles andere als gewiss: „Wir sind mit unserem Vorschlag für ein Mehrzweckfahrzeug gerade zu dem Zeitpunkt gekommen, als der Gemeinderat eine Haushaltssperre verhängt hatte“, erinnert sich Westermeier. Trotzdem gab es im Dezember 2009 einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderats für eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde: „Die Bedingung war, dass wir eine erhebliche Eigenleistung aufbringen mussten.“
35 000 Euro sollte das gesamte Projekt für Fahrzeug und dazugehörige Garage kosten. Davon stemmten die Neufahrer in einer einmaligen Aktion sage und schreibe 17 000 Euro. „Gleich nach dem Beschluss des Gemeinderats haben wir in die Hände gespuckt und aus einem Gebrauchtwagen ein komplettes Feuerwehrfahrzeug gebaut“, sagte Kommandant Peter Mayer. In einen achtsitzigen Opel kamen mit Hilfe eines Münchner Fahrzeugausbauers Martinshorn, Funk, Aufkleber und sonstige Zusätze. Firmen aus dem Ort stellten Geräte für den Bau der Garage zur Verfügung. Ein Neufahrner Handwerker errichtete den Dachstuhl. Und der malerische Anstrich ist ebenfalls „made in Neufahrn“. Hinzu kamen helfende Hände aus dem Ort und anderen Gemeindeteilen.
Als „Planer und Motor“ des Ganzen nannte Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) Michael Westermeier. Der Feuerwehrvorstand verwies aber auch auf die großartige Unterstützung der Bürger und der Kameraden: „Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.“ 2400 Stunden Eigenleistung aller Helfer sprechen für sich.
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