103.03.10|München Süd|München Süd|13
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Ottobrunn - Die Freude bei der Ottobrunner Bürgervereinigung (BVO) und betroffenen Anliegern der Zaunkönig-Siedlung ist groß: Am Dienstagnachmittag sind die Krähennester entfernt worden.
Nun hoffen die Betroffenen, dass sie von Gekrächze und Verunreinigungen durch die Vögel künftig verschont bleiben werden. Seit Monaten kämpft die Ottobrunner Bürgervereinigung (BVO) für eine Krähen-Vergrämungsaktion in der Zaunkönig-Siedlung: Mit Unterschriftenlisten, Bürgerbefragungen und einer Petition hatte sie in dieser Angelegenheit nahezu alle Register politischen Handelns gezogen (wir berichteten). Jetzt ist die mit drei Sitzen im Ottobrunner Gemeinderat vertretene Gruppierung an ihr Ziel gelangt: Die Nester sind jetzt von einer privaten Garten- und Landschaftsbaufirma vergrämt worden. Kosten: rund 2000 Euro, getragen von den Anliegern.
Mit Leitern, Schneidegerät und Kettensäge rückten am Dienstagnachmittag Mitarbeiter der Gartenbaufirma an und entfernten die rund 20 Nester unter der Aufsicht von Vertretern der Regierung von Oberbayern.
Drei Stunden dauerte die Aktion, die Mathhias Luy, Leiter der Geschäftsstelle Oberbayern des Landesbunds für Vogelschutz, mit Unbehagen beäugte. „Diese Maßnahmen werden keine Früchte tragen. Vielmehr holt sich die Gemeinde Ottobrunn damit neue Probleme ins Haus“, erläutert der Fachmann. „Nach unserer Erfahrung führt jeder Eingriff zu neuen Kolonien, die rasch wachsen – es wird künftig also noch mehr Krähen an neuen Nistplätzen geben.“
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