Oberhaching - Aus England waren Freunde gekommen. Fans, Schüler, Weggefährten und natürlich die in alle Himmelsrichtungen versprengte Familie.

Das opulente Spiel von Boris Kucharsky ist den Oberhachinger Klangfreunden lieb und teuer. Foto: robert Brouczek
Noch als er vom Westen durch den Eisernen Vorhang getrennt war und auch später nach dem Mauerfall: Ein Missbehagen plagte den am Moskauer Bolschoi-Theater, auf der Petersburger Bühne oder in Bratislava so sehr gefeierten Startenor Andrej Kucharsky, Vater des in der Gemeinde ansässigen Geigenschmeichlers und Starsolisten Solisten Boris Kucharsky. Es verstärkte sich noch nach Auslandsengagements mit Wagner-Ikone Astrid Varnay oder der Sopran-Legende Sena Jurina. Mehr und mehr erlebte Kucharsky, wie sehr die slawische Musik, überhaupt die slawische Seele, vernachlässigt wurde. Und so hätte seinem Sohn Boris Kucharsky für seinen Vater, der 1982 seinen Alterssitz in Oberhaching aufschlug, keine gelungenere Hommage einfallen können als ein Festkonzert zum Gedächtnis an eine große Stimme im Forstnersaal. Zugleich war es ein musikalischer Brückenschlag zwischen West und Ost (mehr dazu lesen Sie am Mittwoch in der Print-Ausgabe). Manfred Stanka
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