217.11.09|München Süd|München Süd|15
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Unterhaching - Seine Zutraulichkeit war sein Verhängnis: Ein Fuchs hat sich seit Wochen in Unterhaching umhergetrieben. Polizei und Feuerwehr wollten ihn nun einfangen - doch einfach war das nicht.
Seit mehreren Wochen streifte ein Fuchs durch Gärten in Unterhaching (Kreis München), auch auf einem Schulhof trieb er sich herum. Einige Familien fütterten ihn, doch viele Kinder, Lehrer und Anwohner fürchteten sich vor Tollwut oder Bissen. Am Montagnachmittag wurde er wieder gesehen – und Feuerwehr und Polizei rückten mit Fangkorb und Netzen an.
Auch Jagdpächter Martin S. war vor Ort: „Der Fuchs hatte am Hinterlauf eine ältere, schwere Verletzung und hinkte.“ Deshalb habe er sich auch so nah an den Menschen herumgetrieben – um dort leicht an Futter zu kommen. Selbst konnte er sich nicht mehr versorgen. „Aber trotz Verletzung war der Fuchs zwei Stunden lang schlauer und schneller als wir“, erzählt Feuerwehrler Wolfgang Ürmösi. Im Zick-Zack-Kurs flüchtete das angeschlagene Tier, erst im Lichtschacht eines Kinderhorts wurde es per Netz gefangen.
Nach der Untersuchung entschied der Jagdpächter zusammen mit der Polizei, den Fuchs von seinen Leiden zu erlösen und zu erlegen. „Er hätte in Freiheit nicht überlebt, bei einer Behandlung beim Veterinär hätte das Wildtier Todesangst gehabt.“ Tollwut gab es in Bayern zuletzt 2002. Das Umweltministerium rät aber davon ab, Wildtiere zu füttern.
Carina Lechner
Rubriklistenbild: © Gaulkezurück zur Übersicht: München Süd

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