Taufkirchen / Ottobrunn - Regungslos nahm der Niederländer sein Urteil entgegen: Elf Jahre Haft bekam der 40-Jährige für den jahrelangen Handel mit 473 Kilo Rauschgift aufgebrummt.

Rene B. (40) aus den Niederlanden hatte mit dieser Strafe gerechnet. Die elf Jahre waren offenbar zuvor ausgehandelt worden. Am Ende gab der „Unternehmer“ dem Staatsanwalt sogar freundlich die Hand und bedankte sich bei seiner Dolmetscherin.
Ungeheure Mengen Marihuana und Haschisch hatte der Niederländer zwischen 2003 und 2005 in den Raum München geschleust und von dort an weitere Abnehmer verkauft. Das Geschäft lief riesig für ihn und seinen Chef, einen Landsmann. Der sitzt zur Zeit in den Niederlanden seine zehnjährige Haftstrafe ab.
Ungefähr 50 Beschuldigte hatte der international agierende Drogendaler-Ring umfasst, als er 2006 aufflog. Allein 13 Sub-Lieferanten wurden in Raum Rosenheim festgemacht, Rene B. hingegen hatte in München, Taufkirchen und Ottobrunn die ganz große Nummer abgezogen. Zwischen sechs und 20 Kilo Marihuana ließ er pro Lieferung umschlagen. Immer wieder wurden die Transportwege unterbrochen und die Kuriere festgenommen, trotzdem wurde am Liefersystem festgehalten. Der Angeklagte selber war nicht von seiner Ware abhängig - ansonsten hätte er die Logstik des Drogendealer-Ringes kaum steuern können. Doch trotz intensiver Zielfahndung kamen ihm die Beamten lange Zeit nicht auf die Spur. In den Niederlanden war er schon lange untergetaucht.
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