Bad-Tölz/Weilheim-Schongau - Vor Vertretern aus dem Tölzer Land und allen umliegenden Landkreisen übergab Christian Wanger nun die Leitung des Weilheimer Wasserwirtschaftsamtes (WWA) an Roland Kriegsch.

Amtsübergabe: Regierungspräsident Hillenbrand (re.) verabschiedet Christian Wanger und begrüßt Roland Kriegsch. arp
Die Einführung übernahm der stellvertretende WWA-Amtsvorstand Johannes Riedl. Er hat bereits Routine. „Schließlich begrüße ich zum dritten Mal in acht Jahren zu einer Amtsübergabe.“ Angesichts dieses stetigen „Wechsels auf der Kommandobrücke“ habe sich die Mannschaft des WWA-Schiffes die Frage gestellt, ob man etwas falsch mache. „Wir sind aber in den fünf Jahren mit unserem Kapitän Wanger weder auf Grund gelaufen, noch haben wir das Schiff in Schräglage gebracht“, so Riedl. Dass die WWA-Chefs stets nach einigen Jahren ans Umweltministerium wechseln, liege wohl vielmehr daran, „dass wir ein Schulschiff für die Ausbildung junger Kapitäne sind“.
Wenn man gute Arbeite leiste, falle das eben auf, erklärte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand die Berufung Wangers ans Referat für Wasserwirtschaft im ländlichen Raum, Gewässerökologie und Wildbäche. Wanger, als „besonnener und tatkräftiger Amtsleiter“, aber auch die gesamte Mannschaft des WWA habe viel geleistet. Es sei der richtige Zeitpunkt für eine Zäsur. Und schließlich: „Varietas delectat - die Abwechslung erfreut.“
Das sei so nicht ganz richtig übersetzt, wandte Landrat Josef Niedermaier ein. „Es heißt, die Abwechslung möge erfreuen, also Konjunktiv.“ Denn der Abschied falle schwer. Wanger habe immer den Kontakt zu den Bürgermeistern gesucht, sich nicht gescheut, schwierige Projekte anzugehen und sich stets besonnen der Diskussion gestellt.
Wanger bat Kriegsch, diesen Dialog beizubehalten und auszubauen. Der neue Amtsleiter schloss die Rednerliste. Er übernehme „ein gut bestelltes Haus und eine fachlich hochkompetente Mannschaft“. Zum Dialog sei er immer bereit, wandte er sich an die Zuhörer: „Probleme entstehen meist aus Missverständnissen. Bleiben Sie mit mir auf kurzem Weg im Gespräch.“
Veronika Wenzel
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