021.07.10|Region Schongau|Region Schongau|
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Apfeldorf - Die Stockschützen des SV Apfeldorf wollen am Wochenende einen Weltrekord aufstellen - mit 30 Stunden Dauer-Eisstockschießen. Ziel ist der Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.

Bereits für den Weltrekord: Die Apfeldorfer Stockschützen. foto: df
Wenn der SV Apfeldorf am Freitag und Samstag, 23. und 24. Juli, zum Sommerfest mit seinem umfangreichen Programm einlädt, wollen die Stockschützen ihren sportlichen Beitrag dazu leisten - und das sehr ausdauernd. Das „Longest marathon playing ice stock sport“-Event beginnt am Freitag um 12 Uhr und soll bis Samstag um 18 Uhr dauern. Mit einem großen Feuerwerk von Sprengmeister Edi Reisch wollen sich die Schützen der beiden Mannschaften anschließend feiern lassen.
Die Idee, etwas Außergewöhnliches zu starten, hatten die Apfeldorfer nach dem Bau ihrer drei neuen Bahnen im vergangenen Jahr. „Wer so etwas Tolles leistet und so viel Elan und Ausdauer beweist, kann doch auch noch einen Schritt weiter gehen“, dachten sich die Aktiven. Die Apfeldorfer sind allerdings nicht die Ersten, die einen Weltrekordversuch unternehmen. Schon die Peitinger haben es probiert, allerdings in einem anderen Rahmen. Sie schafften mit ihren 24 Stunden Dauer-Stockschießen den Eintrag ins Kuriositätenbuch. Auch die Andechser sollen sich schon solch einer Aufgabe gestellt haben. „Aber wir wollen ins Guinnessbuch der Rekorde, wir sind im Weltrekord-Fieber“, heißt es aus Apfeldorf. Antreten werden Josef Maier-Steigemann, Christian Rohe, Konrad Heinrich, Horst Kümmerle, Rüdiger Gerstung, Richard Albert, Christoph Wernberger, Matthias Floritz, Peter Herz und Ludwig Geisenberger.
Bis es zur Genehmigung kam, mussten die Apfeldorfer allerdings einen langen Weg gehen. Seit Januar sind Spartenleiter Matthias Floritz und seine Kollegen schon bemüht. „Da geht es sehr schleppend voran, alles läuft über England und weiter bis New York“, klagt er. Die Apfeldorfer wollen während der Aktion ohne eingeflogene Aufsicht auskommen, die Floritz mit Kosten zwischen 2500 und 3000 Euro beziffern. „Es genügt, wenn wir zwei neutrale Personen stellen, die rundum dabei sind und den ordnungsgemäßen Ablauf bezeugen.“ Auch die Tatsache, dass der Rekord nicht auf Eis, sondern auf Asphalt aufgestellt werden soll, hat die Guinness-verantwortlichen irritiert, ehe doch die Genehmigung kam.
Vor Wochen haben die Apfeldorfer schon einmal 13 Stunden ununterbrochen geschossen und waren 28 Stunden wach, der Rekord sollte also möglich sein. Es wird permanent gespielt, von den je fünf Mann der zwei Teams darf einer nach jeder Stunde Einsatz fünf Minuten Pause machen. Geschossen wird bei jedem Wetter - und das soll leider miserabel werden, bedauert Floritz: „Zum Glück haben wir die neuen Bahnen, sonst hätten wird den Rekordversuch absagen müssen.“
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