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Auerbergland-Gemeinden wollen Windkraft gemeinsam angehen

Auerbergland-Gemeinden wollen Windkraft gemeinsam angehen

Schongau - Das Thema Windenergie wollen die Auerbergland-Gemeinden gemeinsam angehen: Vertreter der Ortschaften treffen sich zu einer Sitzung zur gemeinsamen Windnutzung.

Mit einem konkreten Vorschlag und der Erkenntnis einer Bürgerumfrage geht die Gemeinde Bernbeuren in die Besprechung: Am geeignetsten sieht der Gemeinderat den Höhenzug aus Richtung Burggen über den Egelsee nördlich Grollwang zum Dannesbichl. Dieses Gebiet als Möglichkeit, eine Windkraftanlage aufzustellen, wird auch im nächsten Mitteilungsblatt der Gemeinde veröffentlicht, das bereits in Arbeit ist. Die Bürger Bernbeurens dürfen und sollen sich nun mit diesem Vorschlag befassen, so der Wunsch von Rathauschef Heimo Schmid. Abgesehen von der Fläche, die sich aus allen Vorschlägen herauskristallisiert habe, ist die Richtung, die die Gemeinde vorgibt, klar: Eine Windkraftanlage soll in Bernbeuren nur unter Federführung der Gemeinde oder in Zusammenarbeit mit einer Nachbargemeinde oder dem Verbund Auerbergland entstehen. Wünschenswert sei ein gemeinsames Energiekonzept der Auerberglandgemeinden. Denkbar sei durchaus eine Art Bürgerkraftwerk, das gemeinsam mit der Gemeinde anzugehen, zu planen, zu entwickeln und umzusetzen ist.

Ganz klare Vorstellungen hat Burggens Bürgermeister Joseph Schuster mit im Gepäck, öffentlich beraten haben die Gemeinderäte dieses Thema allerdings noch nicht. „Eine Kooperation mit den übrigen Auerberglandgemeinden wäre mein Wunsch“, formuliert es auch Schuster. Konkret kann er sich weniger eine Orientierung Richtung Bernbeuren als Richtung VG Altenstadt gut vorstellen und hat auch bereits Kontakt mit den Gemeinden Altenstadt, Hohenfurch, Ingenried, Schwabbruck und Schwabsoien aufgenommen, um eine gemeinsame Konzentrationsfläche zu finden. Grundsätzlich müssten die Gemeinden die jeweiligen von der Regierung im Regionalplan vorgeschlagenene Standorte begutachten. Mitte März tagt dann der Planungsausschuss Regionalplanung, in der die Vorschläge der Gemeinden diskutiert werden sollen.

Der Gemeinde Altenstadt sind allein durch den Bundeswehrstandort noch für längere Zeit die Hände gebunden. Bis die Fallschirmspringer aus der Franz-Josef-Strauß-Kaserne abziehen, geht nichts auf Altenstadter Flur, denn der gesamte Bereich Schellberg muss freigehalten werden. Auch darüberhinaus wisse man noch nicht, was das Verteidigungsministerium für den Flugplatz plane, verdeutlicht Vizebürgermeister Sepp Reich. Ein Grund mehr, sich mit Nachbargemeinden zusammenzutun. Laut Reich eröffne sich eine gute Möglichkeit auf Ingenrieder Flur Richtung Bidingen, unweit des Platzes, wo auch die beiden anderen Windräder geplant sind.

Denn die Gemeinde Ingenried ist schon einige Schritte weiter. Sie baut gemeinsam mit der Nachbargemeinde Bidingen ein kommunales Windrad (wir berichteten), ein zweites Bidinger Windrad als Bürgerkraftwerk soll folgen (allerdings ohne Beteiligung der Gemeinde Ingenried). Derzeit geht es um die Ausarbeitung der Zweckvereinbarung für das kommunale Windkraftprojekt. Bürgermeister Xaver Fichtl wartet noch auf ein zweites Gutachten. Angestrebt ist, dass Ingenried sich zu 25 Prozent beteiligt, 75 Prozent die Gemeinde Bidingen trägt. 6,3 bis 6,4 Millionen Kilowatt werden von dem Windrad erwartet, die Gemeinde Bidingen verbraucht nach ersten Berechnungen nur 4,7 Millionen Kilowatt.

Grundsätzlich arbeite man im Auerbergland schon seit 20 Jahren gut zusammen - gemeinsamen Konzentrationsflächen etwa für einen kleinen Windkraftpark steht Xaver Fichtl, der gleichzeitig Vorsitzender der VG Altenstadt ist, absolut positiv gegenüber. Dies schon allein, „damit die Windräder nicht über die ganze Landschaft verstreut werden“. Unbedingt gelte es allerdings, „immer die Bürger mit ins Boot zu nehmen“.

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