Rottenbuch - Die Reaktionen auf den Rücktritt des Ettaler Benediktinerpaters Barnabas Bögle in seiner Heimatgemeinde Rottenbuch reichen von Bestürzung bis Unverständnis. Sein Bruder Albrecht Bögle spricht gar von einem „Leuchtturm, der hier zerlegt wurde“.

Abt Barnabas Bögle, hier kürzlich bei einem Gottesdienst zur 900-Jahrfeier in Wildsteig.
Aber auch viele Rottenbucher hätten ihm gegenüber ihr Bedauern über den Abtritt seines Bruders geäußert, wobei den meisten eine große Traurigkeit anzumerken gewesen sei. Noch einmal Bögle: „Die Kirche hat hier ein Exempel statuiert. Und dabei musste es eine Leitfigur treffen. Ein einfacher Kaplan hätte dafür nicht gereicht.“
Tief sitzt die Enttäuschung auch bei Gabriele Eirenschmalz, Vize-Bürgermeisterin Rottenbuchs und damit Nachfolgerin von Albrecht Bögle in diesem Amt. „Ich finde es total überzogen, dass er jetzt gehen musste, zumal er ja intern wohl alle Hebel in Bewegung gesetzt und Schüler, Lehrer und Eltern informiert hat.“ Der Druck auf die Kirche sei aber „wohl so groß gewesen, dass dafür jemand büßen musste“.
Stephan Penning
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