Weilheim-Schongau - „Experiment geglückt", so lautet das Fazit der EVA GmbH für ihren Modellversuch im Altlandkreis Schongau, Container für Kleinelektrogeräte wie Toaster oder Haartrockner aufzustellen.

So ist’s richtig: Angelika Hoppe aus Weilheim bei der Entsorgung ihres alten Videorekorders im Elektro-Container. Foto: gro
Laut EVA-Mitarbeiter Alfred Jocher sind in den 14 Gemeinden des Altlandkreises Schongau bei den insgesamt sieben Leerungen seit Juni, dem Beginn des Modellversuchs, rund 16 Tonnen abgeholt worden - das sind etwa 2,3 Tonnen pro Leerung. Was Jocher besonders auffiel: „Die Container wiesen so gut wie keine Verschmutzungen auf. Da waren wir wirklich überrascht.“
Die neuen Container an insgesamt 44 Standorten, die in diesen Tagen im ganzen Landkreis aufgestellt werden und in der Regel neben Altglas-Iglus stehen, sind mit 3,2 Kubikmeter doppelt so groß wie jene, die im Modellversuch verwandt wurden und unterscheiden sich nur durch die Beschriftung von den Glasiglus. Einzig in Pähl verzögert sich das Aufstellen des Containers, weil dort noch kein geeigneter Standort gefunden wurde.
Als der Versuch im Schongauer Raum angelaufen war, gab es schon die ersten Anfragen, wann im restlichen Landkreis diese Container aufgestellt werden, so Jocher. Durch die Einführung sparen sich die Bürger die Fahrt zu einem der Wertstoffhöfe. Seit 2006 können dort Elektrogeräte kostenlos abgegeben werden. Diese Regelung wird beibehalten.
In den neuen Container dürfen: Handy, Computer, Eierkocher, Wecker, Zahnbürsten, Bügeleisen, Rasierer, CD-Player, Kaffeemaschinen und ähnliches. Energiesparlampen, Neonröhren und größere Elektrogeräte wie Kühlschränke müssen weiter zu den Wertstoffhöfen gebracht werden, so die EVA.
Sollten die neuen Container tatsächlich rentabel sein, könnte sich dies auf die Müllgebühren 2013 auswirken. Landrat Zeller kündigte im Kreisausschuss bereits eine Senkung an - unabhängig von möglichen Erlösen mit den neuen Containern. jt
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