014.02.10|Region Schongau|Region Schongau|
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Peiting - Auch ein unangemeldeter Besuch aus der Chefetage in Schweden hat den Mitarbeitern der Firma keine Antworten gebracht. Das Bangen um den Erhalt des Peitinger Werks geht weiter
Plötzlich stand er vor der Werkstür, der Besuch aus Schweden. „Die waren mit einem Berater da und haben sich diesmal gar nicht mehr angekündigt – wegen der Aktionen beim Besuch in der letzten Woche“, berichtet der Peitinger Getinge-Betriebsratsvorsitzende Thomas Hammer.
Die Gäste: Sie konnten kein Licht ins Dunkel bringen, das das Werk im Peitinger Industriegebiet umgibt, seit bekannt geworden ist: Der Mutterkonzern in Schweden möchte den Betrieb in Peiting schließen und sich selbst in Schweden das gut gehende Geschäft einverleiben.
Informationen hätten die Betriebsräte dringend gebraucht – vor allem in die Richtung: Wie weit kommt der Konzern dem Peitinger Betrieb entgegen, um das Werk erhalten zu können. Denn derzeit arbeitet der Betriebsrat an einem Rettungs-Konzept, das den Erhalt aller Arbeitsplätze vor Ort beinhaltet.
Details zu den Planungen kann Thomas Hammer zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlichen. Nur so viel: „Wir sind kurz vor Schluss.“ Schon in der nächsten oder in der übernächsten Woche könnte der Notfallplan der Konzernleitung vorgelegt werden, hofft er. Unausgesprochen bleibt die von der Konzernleitung als Lösung vorgeschlagene Outsourcing-Variante zwar nicht. „Wir verfolgen das Modell parallel“, räumt Thomas Hammer ein. Ein Konzept für diese, wie Hammer betont, „Notlösung“ gibt es allerdings nicht.
Weil in der übernächsten Woche ein Wirtschaftsprüfer im Haus ist, hofft Hammer, diesen Fachmann auch in die Planungen für das Lösungskonzept miteinbeziehen zu können, „das muss allerdings erst noch vom Konzern genehmigt werden“ – aus Kostengründen versteht sich.
Keine Kosten gescheut hat man in Schweden hingegen, was den Besuch der eigenen Führungskräfte in Peiting anbelangt. Ein Besuch, der die Belegschaft keinen Schritt weiter gebracht hat. Für Hammer war der neuerliche Besuch aus Schweden in der vergangenen Woche eine Fortführung des „Stillstands“. „Die haben uns nur gesagt, dass es ihnen leid tut – und Sachen erzählt, die wir eh schon wussten.“ Wären die Männer aus Schweden nicht angereist, „wäre es aufs Gleiche herausgekommen“.
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