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"Es gibt kein Fest mehr ohne Alkohol"

Altenstadt - Diplom-Sozialpädagogin im Austausch mit Eltern und Vereinsvertreten zu den Gefahren von Alkohol für Jugendliche.

Petra Regauer – seit 20 Jahren in der Suchtprävention tätig – wollte nicht trocken über das Thema Jugend und Alkohol referieren. Stattdessen bat sie die Besucher um Schlagworte, die diese mit der Problematik verbinden. Und passende Antworten kamen prompt: „Trinkwettbewerb im Internet“, „Koma-Saufen“, „14-Jährige nachts um 2 Uhr von der Polizei aufgegriffen“, „Alkohol billig und leicht zu haben wie nie zuvor“, „Mutproben“ und „Vorglühen“. Und Gemeindereferent Helmut Waldmann steuerte „Saufen bis der Notarzt kommt“ bei.

Erwähnt wurden aber auch Partys und Feiern, bei denen stark alkoholische Mischgetränke wie RedBull mit Wodka zum Beispiel zum Preis von zwei Euro ausgeschenkt werden. „Schlimm“ findet das nicht nur Petra Regauer. „Es gibt kein Fest mehr ohne Alkohol.“

Akribisch arbeitete sie anschließend die Schlagworte der Besucher ab und zeigte dabei die verheerenden Folgen von Alkoholmissbrauch auf. Diese sind unter anderem Selbstüberschätzung sowie gesteigerte Risiko- und Gewaltbereitschaft. Zudem töte jeder Rausch Millionen von Gehirnzellen ab. Besonders schlimm ist daran: „Je früher man damit anfängt, desto länger ist man dabei.“ Alkohol wirke wie ein Nervengift und sei nach wenigen Minuten im Körper verfügbar. Eben besonders schlimm bei Kindern Denn der kindliche Körper baue den Alkohol nicht ab.

Als Thema aufgegriffen und diskutiert wurden zudem die Partys in Bauwagen und privaten Buden. Diese beginnen meist im kleinen Kreis und arten dann oft in wilde Saufereien aus. Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck vermisst in diesem Zusammenhang die Aufsichtspflicht der Eltern. Denn erst wenn sich die Party vom Bauwagen weg verlagere, sei das Ordnungsamt zuständig.

Ulrike Ressl – sie hat zusammen mit ihrem Jugendreferentskollegen Ulrich Schleich den Infoabend organisiert – findet es „erschreckend, wie Jugendliche dem Alkohol zusprechen“. Sie hat zudem ein arges Defizit bei der Ausgabe von Alkohol in Supermärkten, Tankstellen aber auch in Vereinen erkannt.

Petra Regauer wies abschließend als Tipp auf die Möglichkeit hin, bei Suchtproblemen die Psychosoziale Beratungsstelle im Gesundheitsamt aufzusuchen und deren Expertenwissen in Anspruch zu nehmen.

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