Schongau - Holz steht hoch im Kurs, was auch Diebe anlockt. Deshalb wurde jetzt ein Paar aus Schongau zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt.
Der 53-jährige Mann und die 35-Jährige hatten illegal im "Tannenwald" bei Schongau 24 Eschen- und Ahornbäume umgesägt und zum Teil als Brennholz verkauft. "Mir tat es richtig weh, als ich sah, dass die 40 Jahre alten Bäume von den Holzdieben umgeschnitten worden waren", klagte der Waldpächter. Er sagte aus, dass er am 14. Oktober 2006 der Angeklagten erlaubt hatte, sich für den Eigenbedarf aus dem der Stadt Schongau gehörenden "Tannenwald" abgestorbene Äste als Brennholz zum Nulltarif auszuschneiden.
Sowohl der Handwerker als auch seine Gattin schwiegen vorerst zu dem Vorwurf des Holzdiebstahls sowie der Sachbeschädigung, so dass sie durch die Zeugenaussagen überführt werden mussten.
Der bisher unbescholtene 53-Jährige hatte gegen einen Strafbefehl über 1500 Euro Einspruch eingelegt, den seine Verteidigerin Bettina Scholten in der Verhandlung auf das Strafmaß beschränkte, als die Sache für ihren Mandanten eng zu werden drohte. Die 35-Jährige wiederum, die wegen Betrugs bereits drei Mal vorbestraft ist, schob alle Schuld auf ihren Ehemann und beteuerte wiederholt, sie habe mit dem Diebstahl nichts zu tun.
Richter Dr. Marco Heß belehrte die Wiederholungstäterin indes, dass sie sich einer Mittäterschaft schuldig gemacht habe. Er verurteilte sie zu 1750 Euro, ihren Gatten zu 1250 Euro Geldstrafe. ik
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