Hohenfurch - Kondition siegt über fußballerische Klasse. Die Jungspunde vom SV Hohenfurch haben eine Quasi-Altherrenmannschaft des TSV 1860 am Pfingstsonntag mit 3:2 bezwungen..

Ein Traditionsteam des TSV 1860 hatte sich für den Pfingssonntag beim SV Hohenfurch angekündigt. Erschienen ist eher eine Museumsmannschaft. Statt Spielern wie Martin Max, dessen Bundesliga-Zeiten erst vier Jahre zurückliegen, boten die Löwen Legenden längst vergangener Tage auf. Etwa Ludwig Bründl. Zur Erinnerung: Seinen größte Erfolg, nämlich den Gewinn der deutschen Meisterschaft, feierte der "Bubi" vor immerhin 42 Jahren.
So gelang den Hohenfurchern dann vor knapp 1000 Zuschauern der überraschende 3:2 Sieg gegen die Sechziger. Fußballerisches Talent, das bei den Gästen stellenweise aufblitzte, machten die Jungspunde durch bessere Kondition wett. "Die Sechziger waren körperlich nicht in der Lage mit unseren Spielern mitzuhalten", bilanziert Robert Radler, Abteilungsleiter Fußball beim SV Hohenfurch. "Unsere Gäste sind offenbar davon ausgegangen, dass wir mit einer Altherrenmannschaft antreten, und waren entsprechend aufgestellt."
Nach einem Treffer von Stefan Fichtl gingen die Hohenfurcher bereits in der achten Minute in Führung. In der 35. Minute legte David Krasovec zum 2:0 nach. So ging der SV mit einer komfortablen Führung in die Halbzeit. "Das hat zur Pause schon recht ermutigend für uns ausgesehen", sagt SV-Pressesprecher Kurt Müller.
Und Miller übernahm bei den Sechzigern umgehend die Rolle des Leitwolfs. "So wie der die Mannschaft von hinten her angetrieben hat, war ganz klar sein Wille zum Sieg erkennbar", sagt der SV-Sprecher.
Zusätzlich kam den Löwen-Senioren die Kurzsichtigkeit des Schiedsrichter zugute. Denn gute zehn Minuten standen die Gäste mit zwölf Spielern auf dem Platz. "Vermutlich haben die sich mit der Aktion anfangs einen Gag gemacht", sagt Kurt Müller. "Als sie gemerkt haben, dass es dem Schiri gar nicht auffällt, haben sie den zusätzlichen Mann einfach auf dem Platz gelassen." Erst als ein aufgebrachter Zuschauer den Unparteiischen lautstark auf den verbotenen Vorteil der Gäste hinwies, schickte der Schiedsrichter den zwölften Löwen vom Platz.
Doch auch die Schummelei half dem Sechziger-Traditionsteam am Ende nichts. In der 86. Minute machte Tobias Schratt das 3:2 und damit den Sieg des SV Hohenfurch klar.
Den unerwarteten Sieg haben die Hohenfurcher in erster Linie ihrem Torwart Manfred Dreittinger zu verdanken. Als einziger Mann stand Dreittinger beide Hälften auf dem Platz und verhinderte mehrere Tore der Löwen. "Wenn der nicht bei uns im Kasten gestanden hätte, dann hätten wir das Spiel vermutlich verloren", meint auch Kurt Müller.
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