Peiting/Weilheim - Betrunken baut er einen schweren Unfall, lässt seine schwerst verletzte Beifahrerin im Auto zurück, flüchtet und versteckt sich im Wald: Dafür wandert der frührere Besitzer zweier Fahrschulen jetzt ins Gefängnis.

© Hans-Helmut Herold
So geschehen am Karfreitag vergangenen Jahres auf der B17 bei Engen-Steingaden. Horst K. hat aus Kummer einige Bierchen getrunken und lädt dann die befreundete Katrin T. zu einer Spritztour ein. K. will zeigen, was in seinem Porsche steckt – und überschätzt sich offenbar. Viel zu schnell fährt er in eine langgezogene Kurve, kommt auf die Gegenfahrbahn. Ein Wagen kann ausweichen, ein zweites entgegenkommendes Auto fährt in den schleudernden Porsche.
Katrin T. überlebt. Nur knapp springt sie dem Tod von der Schippe. Immer wieder fällt ihr die Lunge zusammen. Eine Rippe hat sich in das lebenswichtige Organ gebohrt. Insgesamt neun Rippen sind gebrochen. Die Milz muss entfernt werden. Das Schambein ist gebrochen, ein Knie zertrümmert. Ebenso eine Schulter. Nach Wochen in der Unfallklinik Murnau und auf Reha findet Katrin T. nur langsam zurück ins Leben – und kann auch noch heute, zehn Monate nach diesem schrecklichen Tag, nicht verzeihen. „Ich will“, stammmelt Horst K., bricht in Tränen aus. „Mich offiziell entschuldigen“, schluchzt er ihr von der Anklagebank zu. „Du hättest mich sterben lassen“, bricht es aus der der jungen Frau ebenfalls unter Tränen heraus. Entschuldigung abgelehnt.
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Barbara Schlotterer-Fuchs
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