709.08.09|Region Schongau|Region Schongau|1
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Artikel: Kein Bier mehr ausgeschenkt: Kellnerin beleidigt und ins Gesicht geschlagen
Peiting - Sieben Monate auf Bewährung kassierte jetzt eine 39-Jährige, weil sie eine Peitinger Bedienung verletzt und übelst beleidigt hatte.
Weil eine 39-Jährige am Nachmittag des 12. März dieses Jahres im Bierstüberl des Peitinger Bahnhofs-Kiosk keinen Alkohol mehr bekam, schlug diese der Kellnerin mit einem Faustschlag die Nase blutig und beleidigte sie. Dafür verurteilte der Weilheimer Amtsrichter die Peitingerin zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie 80 Sozialstunden.
Sie habe an jenem Nachmittag etwa fünf Biere und einige Jägermeister intus gehabt, sagte die Angeklagte: „Dann wollte mir die Kellnerin nichts mehr zu trinken geben.“ Dies führte zum Streit, so die Staatsanwältin, die Angeklagte bezichtigte die Kellnerin erst, einen Hängebusen zu haben, dann schlug sie mit der Faust zu. „Meine Nase blutete und stand schief, ich bekam keine Luft mehr“, sagte die 28-jährige Geschädigte aus. Die Verletzung sei jedoch folgenlos ausgeheilt. Die Angeklagte gab zwar den Faustschlag zu, aber: „Ich wollte meinem Ex-Freund, mit dem ich damals Stress hatte, eine runterhauen und traf nur aus Versehen die Kellnerin.“
Die Peitingerin, die die Frage von Richter Dr. Marco Heß, ob sie betrunken zur Verhandlung gekommen sei, zwar verneinte, aber immer wieder mit der Hand auf den Tisch schlug und sich renitent verhielt, musste mehrmals ermahnt werden. Fünf Zeugen bestätigten den Faustschlag ins Gesicht der Bedienung sowie die Beleidigung. „Ist mir doch egal“, wurde die Beweisaufnahme von der Angeklagten kommentiert. Mit 13 Vorstrafen war sie erheblich vorbelastet; u.a. wegen Körperverletzung, Drogen- oder Vermögensdelikten saß sie immer wieder im Gefängnis. Als das Gericht sieben Monate Freiheitsstrafe dennoch zur Bewährung aussetzte und sie nicht in den Knast musste, war die Wiederholungstäterin sichtlich erleichtert. Mit den Worten: „Passt schon“ nahm sie das Urteil sofort an.
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