Weilheim - Drainagen wurden gelegt, um Ackerflächen zu gewinnen, Torf wurde abgebaut, um Heizmaterial oder Gartenerde zu erhalten.

Anhand einer Karte zeigt Heinz Botsch (Schutzgemeinschaft) Landrat Friedrich Zeller die Situation im Weilheimer Moos.
Inzwischen aber steht fest: Mooren kommt beim Klimaschutz eine wichtige Rolle zu: Sie binden nämlich Kohlendioxid (CO2) - aber nur, wenn sie intakt sind. Die Moor-Renaturierung ist deswegen für den Landkreis, der sich das Ziel gesetzt hat, den Ausstoß von CO2 bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, von besonderer Bedeutung, wie Landrat Friedrich Zeller bei einer Tagung von rund 70 Experten aus ganz Bayern in Weilheim feststellte.
„Sie trägt dazu bei, dass wir unser hochgestecktes Klimaziel erreichen können“, so Zeller. Bis auf ganz wenige Moore sind laut Cornelia Siuda jedoch alle im Landkreis entwässert oder bearbeitet. Siuda ist Fachkraft für Moor-Renaturierung am Landratsamt und somit „Herrin“ über knapp 17 000 Hektar Moorfläche. Damit liegen 7,6 Prozent aller bayerischen Moore in der Region, nur Rosenheim hat mit 8,8 Prozent bayernweit einen höheren Anteil. Siudas Stelle wurde eigens aus dem „Bayerischen Klimaschutzprogramm 2020“ geschaffen.
Es gibt aber auch schon gelungene Beispiele für eine klimafreundliche Hochmoor-Renaturierung: Das Schechenfilz bei Iffeldorf gehört dazu, das die Experten der Tagung besuchten.
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