Lechbruck - Christoph Fischer kämpft für ein gentechnikfreies Bayern. Dafür ist er mit der Verdienstmedaille des Freistaats ausgezeichnet worden. In Lechbruck hat er nun für seine Sache geworben.

Christoph Fischer bei seinem Vortrag in Lechbruck. Foto: os
Schleichend und kaum merklich hält Gentechnik Einzug in unser Leben und unsere Nahrungsmittel. Und gerade deshalb werde sie nicht als Gefahr empfunden, leisten nur wenige Widerstand gegen die Großkonzerne, deren einziges Ziel Gewinnmaximierung sei.
Einer ihrer Widersacher ist Christoph Fischer, Begründer der Aktionsgruppe Zivilcourage. Mit sachlicher Information soll die Bevölkerung aufgeklärt werden um Widerstand zu leisten. Denn: Der Konsument bestimmt den Markt, so Fischer. „Es geht es um den Erhalt unserer Heimat, der Artenvielfalt und der natürlichen Lebensmittel“, wie Fischer bei einem Vortrag in Lechbruck zeigte.
Drei Arten der Gentechnik gibt es, wobei vor allem die grüne wie die Büchse der Pandora anmutet: Einmal freigesetzt, lassen sich ihre Folgen schwer wieder rückgängig machen. „Dabei ist es gerade die Veränderung der Pflanzen, die die meisten Gefahren in sich birgt, auch wenn es Konzerne wie der Marktführer Monsanto, aber auch Wissenschaftler und Politik gerne anders darstellen“, erklärt Fischer.
Dass es in Deutschland und Europa noch nicht so weit gekommen ist, liege unter anderem daran, dass sich viele unserer Nachbarn für gentechnikfrei erklärt haben, wie etwa Frankreich, Österreich und Polen. Und sich auch in Bayern langsam der Widerstand rege. Waren es anfänglich wenige, weiß Fischer in seinem Landkreis mittlerweile Bauern, Heimatvereine, Gebirgsschützen und sogar die Kirchen hinter sich.
„Und gerade da wird es für die Politik, die nach wie vor für die Konzerne eintritt, langsam prekär“, sagt Fischer. Sind dabei doch auch potentielle Wähler gegen die von staatlicher Seite aufgezwungene Gentechnik – von fast 80 Prozent der Verbraucher in Deutschland sei die Rede. Fischer habe es sogar von offizieller Seite bestätigt bekommen: Eine Koexistenz der traditionellen und ökologischen Landwirtschaft neben der Gen-Landwirtschaft sei nicht möglich. „Das wäre auch das Ende unserer ländlichen und bäuerlich strukturierten Heimat“, warnt Fischer. „Es bedeutet das Ende der Artenvielfalt auf von Monokultur bestimmten Feldern und nicht zuletzt auch das Aus für natürliche Lebensmittel.“
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