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Neue Wiesorgel eine "Investition für Jahrhunderte"

Neue Wiesorgel eine "Investition für Jahrhunderte"

Wies - Zahlreiche Gläubige, unter ihnen auch Schirmherr Theo Waigel und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, haben an der feierlichen Weihe der neuen Wies-Orgel teilgenommen.

© AUTO_SCH

Finanzmister Georg Fahrenschon bezeichnete das Instrument als eine Investition für Jahrhunderte. „Die Orgel symbolisiert unsere Antwort auf das, was Gott an uns und für uns tut.“ Altbischof Viktor Josef Dammertz stellte in seiner Predigt den zentralen Platz der Musik im Gottesdienst deutlich heraus. Zu allen Zeiten haben Künstler ihr Bestes gegeben, um einen würdigen Raum für den Gottesdienst zu schaffen. Die prachtvolle Wies sei ein hervorragendes Zeugnis dieses Bemühens. „Aber erst wenn die Kirche wiederhallt vom Beten und Singen der versammelten Gemeinde, erfüllt sie ihren eigentlichen Sinn.“

Dass auch die Orgelbaufirma Claudius Winterhalter ihr bestes gab, davon konnten sich alle Gottesdienstbesucher überzeugen. Als Toni Guggemos nach der Weihe die Königin der Instrumente erklingen ließ, schien es nicht nur Finanzminister Georg Fahrenschon, „dass der Himmel der Erde noch ein Stück näher kommt.“

Der Andrang zum Festgottesdienst war einmal mehr sehr groß, wer einen guten Platz haben wollte, musste früh aufstehen. Schon eine Stunde vor Beginn waren die Parkplätze überfüllt und Sepp Kempter stellte zusätzlich seine Wiese zur Verfügung, um die Straße freizuhalten. Nicht wenige nahmen die Gelegenheit wahr, bei strahlendem Sonnenschein das letzte Stück von der Landvolkshochschule aus zu Fuß auf dem alten Wallfahrtsweg zur Wies zurückzulegen. Prälat Georg Kirchmeir zeigte sich erfreut über den großen Tag, der einmal mehr den Vierklang der Wies zwischen Kunst, Theologie, Musik und Licht deutlich werden ließ. Kirchmeir wörtlich: „Haben wir Freude an dem, was uns durch unsere Vorfahren geschenkt wurde.“ Er dankte allen, die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben, dass dieses große Werk gestemmt werden konnte.

Fahrenschon ist immer wieder begeistert, wenn er zu einem Gottesdienst in die Wies kommt. „Man spürt, dass diese Kirche nicht nur ein einmaliges Kunstwert ist, sondern dass hier der Glaube nach wie vor lebendig ist.“ Er zitierte in seiner Festrede den Dichter Peter Dörfler, der die Wies als ein Stück Himmel auf dieser leidvollen Erde bezeichnete. Und Bürgermeister Xaver Wörle, selbst im Schatten des Gottehauses aufgewachsen, unterstrich mit seiner Ansprache, dass Reiner Kunze mit seinem „Fingerabdruck des Himmels“ wohl richtig lag.

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