Peiting - n welchen Teilen Peitings ist eine Breitbandversorgung möglich? Diese Frage soll bei einer Machbarkeitsstudie des Landkreises geklärt werden, der der Gemeinderat zugestimmt hat.

Ist die Breitbandtechnik wie sie in Birkland umgesetzt wird, schon wieder veraltet? bas
Machbarkeitsstudie, Breitband: Alles schon Schnee von gestern. Darf man den Peitinger Gemeinderäten Glauben schenken, so könnte das tatsächlich der Fall sein. So sei die Machbarkeitsstudie, die der Landkreis initiiert hat, zwar eine „Bereicherung“, so Herbert Salzmann. „DSL ist in naher Zukunft ein alter Hut, 16 Megabit ist nix“, sprach der SPD-Rat Tacheles und mahnte dazu, sich mit Glasfaser zu rüsten. Was für den ein oder anderen visionär klingen mag, ist Salzmann zufolge schon bald Realität: Dreidimensionale Internet-Präsentationen beispielsweise - mit der aktuellen Technik nicht zu bewerkstelligen. Salzmann: „Eine Flucht vom Land ist die Folge.“
Sonst gar nicht einer Meinung, stimmte CSU-Fraktionssprecher Peter Ostenrieder diesmal voll und ganz mit Kollege Salzmann überein: In Birkland sei man von 16 Megabit „weit entfernt“, meinte der Selbstständige mit Firmensitz in dem kleinen Ort. „Das flache Land wird nur überleben, wenn die richtigen Daten-Autobahnen kommen.“
Kein Wunder also, dass vor allem die ländlich strukturierten Gegenden aufgrund der unzureichenden Internet-Versorgung längst ins Hintertreffen geraten sind. „Wir haben es mit einer groben Benachteiligung der Bevölkerung auf dem Land zu tun“, betonte Bürgermeister Michael Asam - auch mit Blick auf den DSL-Anschluss für Birkland. Den hätte die Gemeinde Peiting finanziell nie stemmen können, hätte nicht der Anschluss für wenig Geld vom benachbarten Lechrain aus verlegt werden können.
Breitband-Internetzugang - ein häufig gebrauchter Oberbegriff für Kabel-, DSL- und andere schnelle Internet-Zugänge. Doch ist Breitband wirklich das Optimum? Denn das „Ja“des Gemeinderats heißt längst nicht, dass man tatsächlich an die Machbarkeitsstudie, und das was sie verheißen soll, glaubt. „Ich glaube nicht, dass die Infos so kommen“, blieb Ostenrieder skeptisch. Und doch stimmte die CSU letztlich zu. Einen Versuch ist die Studie wert, die - dank Fördermittel - nur 1500 Euro kostet und eine Befragung der Peitinger Haushalte beinhaltet. Diese Fragebogen-Aktion soll wenn möglich von studentischen Hilfskräften über die Bühne gebracht werden.
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