Weilheim-Schongau - Von der Anerkennung der Gemeinnützigkeit erhofft sich Monika Herz, die das Peißenberger Büro des Vereins „Der Regio“ leitet, einen kräftigen Schub bei der Einführung der Alternative zum Euro.
Mit der Entscheidung des Finanzamts Miesbach, das für den Verein mit Sitz in Eurasburg zuständig ist, sei eine hohe Hürde genommen worden.
Mit dem Steuervorteil wird es nach Einschätzung von Herz wesentliche leichter, Mitgliedsbeiträge und Spenden zu bekommen, da diese steuerbegünstigt sind. Außerdem rechnet sie damit, dass das Ansehen des Vereins steigt, da die Gemeinnützigkeit eine Art Qualitätssiegel darstelle. Es werde künftig auch leichter sein, an Fördergelder zu kommen, da deren Auszahlung häufig an die Gemeinnützigkeit geknüpft ist.
Der Verein „Der Regio“ hat derzeit laut Herz genau 200 Mitglieder. 186 von ihnen sind Kaufleute, die den „Regio“ akzeptieren. Die Zahl der Nutzer sei nicht bekannt, da sich niemand registrieren lassen muss, wenn er die Wertgutscheine kauft oder als Wechselgeld annimmt.
Der „Regio“ ist eine von vielen sozialen Komplementärwährungen, die in der Tradition der Wertgutscheine stehen, mit denen 1932 in Wörgl die Wirtschaftskrise überwunden wurde.
Das alternative Geld wird nämlich immer schnell ausgegeben, da es einer periodischen Entwertung unterliegt. Durch die hohe Umlaufgeschwindigkeit fördert es Wirtschaft und Wohlstand seiner Nutzer, während eine Bereicherung durch den Besitz des Geldes nicht möglich ist. Der Grund: Es wirft keine Zinsen ab.
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