030.07.10|Region Schongau|Region Schongau|
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Artikel: Schüler der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau drehen für UNICEF ihre Runden
Schongau - Schüler der Pfaffenwinkel-Realschule in Schongau haben für ein Projekt von UNICEF Geld eingelaufen, damit Kindern in Afrika ein Schulbesuch finanziert werden kann.

Im flotten Dirndl drehten die Schülerinnen der neunten Klassen der Realschule beim UNICEF-Lauf ihre Runden. Foto: herold
Lag es an mangelnder Kondition oder an der Tatsache, dass am Monatsende die finanziellen Mittel des Schulleiters aufgegriffen waren oder er keinen geeigneten Sponsor gefunden hatte? Nur zwei Runden konnte man Karl-Heinz Kröniger, den Rektor der Pfaffenwinkel-Realschule, im Sportdress laufen sehen. Des Rätsels Lösung: Er musste wegen Zeugnisausgabe früher weg.
Die UNICEF hatte zu diesem besonderen Sponsoring-Lauf aufgerufen. Schüler sollten sich einen geeigneten Sponsor suchen, der für jede gelaufene Runde dafür 50 Cent ausbezahlt bekommt. Dieses Geld soll an das Projekt „Schulen für Afrika“ zugute kommen. Projektleiter und Lehrkraft Markus Kölsch und Steffen Kleiner, Schülersprecher des Arbeitskreises, gingen auf die Suche, um Sponsoren für dieses Projekt zu suchen. Darüber hinaus wurden die Eltern und Großeltern der Schüler gebeten, eine „finanzielle Patenschaft“ für ihren Sprössling zu übernehmen. Denn: Jede gelaufene Runde muss ausbezahlt werden, um das Projekt in Afrika mitzufinanzieren.
Wie von Heidi Wurster, Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF, zu erfahren war, kann jedes dritte Kind in Afrika immer noch keine Schule besuchen. Das will UNICEF bis zum Jahr 2015 ändern. Die Institution hat sich als Ziel gesetzt, dass bis dahin jedes Kind eine Grundschule besuchen kann. Heidi Wurster, die in Schongau den Lauf verfolgt hat, war bezüglich der Resonanz der teilnehmenden Schüler begeistert.
Die Modalitäten des Laufs waren so geregelt, dass die fünften Klassen begannen und so viele Runden drehten wie sie konnten oder sich als Ziel gesetzt hatten. Danach ließ man die Schüler der höheren Klassen mit einfließen.
Einer der herausragenden Läufer war Peter Schröfele aus Hohenfurch. Der 11-jährige Schüler der Klasse 5d drehte 42 Runden. Warum er mitmacht? „Damit die Kinder in Afrika schlauer werden“. Peter konnte seinen Vater als Sponsor gewinnen, der 21 Euro berappen darf. Für Moritz Thierauf war es vor dem Start unwichtig, wie viel er laufen wird. Er hatte von seiner Oma, die ihn gesponsert hat, zehn Euro bekommen. Die spendet er auf alle Fälle. Fünf Runden hat sich Matthias Habersack aus Bernbeuren vorgenommen, um die 2,50 Euro seiner Mutter abzulaufen. Die beiden Sieger des Laufs kommen aus der Klasse 5b. Während Johannes Wölfl 44 Runden drehte, saß ihm seine Mitschülerin Nadine Ahrens mit 40 Runden im Nacken.
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