Schongau - Dr. Michael Platz, Chefarzt am Schongauer Krankenhaus, hat bei den Sportweltspielen der Medizin und Gesundheit hervorragend abgeschnitten und sieben Medaillen geholt.

Sieben Medaillen in fünf Tagen: Dr. Michael Platz, Chefarzt am Krankenhaus Schongau, hat bei den Sportweltspielen der Medizin und Gesundheit im kroatischen Porec drei Gold- und vier Silbermedaillen gewonnen.
„Sie sollten Sport treiben, Bewegung ist gesund“ - wie viele Patienten haben diesen Satz schon von ihrem Arzt gehört? Und wie viele Ärzte beherzigen ihren Ratschlag selbst? Für Dr. Michael Platz, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Schongau gehört Sport zum Alltag. Er ist für ihn ein wichtiger Ausgleich zur Arbeit im Krankenhaus. Mindestens zwei Mal pro Woche zieht er im Schongauer „Plantsch“ seine Bahnen - „wenn es die Arbeit zulässt“, räumt der Chirurg ein.
Regelmäßig steht der 55-Jährige für die SG Stadtwerke München auf dem Startblock. Einen besonderen Höhepunkt stellen für ihn allerdings die Sportweltspiele der Medizin und der Gesundheit dar. Hier kann er Sport und Medizin unter einen Hut bringen. Denn bei diesen Sportweltspielen treffen sich Angehörige aller Berufe aus Medizin und Gesundheitswesen, die im Geiste von Fairness und Kameradschaft in ihren Lieblingssportarten antreten - von der medizinischen Fachangestellten, früher Arzthelferin, über Krankenpfleger und Physiotherapeuten bis zum Chefarzt.
Neben den Sportwettkämpfen gehören seit Jahren ein internationaler Kongress für Sportmedizin und natürlich der freundschaftliche Erfahrungsaustausch zwischen den Kollegen aus aller Welt zum Programm.
Zu den Stärken von Dr. Platz gehören vor allem das Brustschwimmen, aber auch „Lagen“-Schwimmen. Die 50-Meter Delphin hat der Chefarzt in 31,1 Sekunden zurück gelegt und sich eine weitere Goldmedaille gesichert. „Das Salzwasser trägt etwas besser, deshalb lief es so gut“, sagt der 55-Jährige bescheiden.
Als Zwölfjähriger hat Platz zum ersten Mal an einem Schwimmwettkampf teilgenommen, mit 22 Jahren hat er von Berufs wegen die Schwimmhose vorübergehend an den Nagel gehängt. Doch als seine Tochter in den Schwimmverein eintrat, lockte ihn das Wettkampfbecken wieder. Das nächste Mal läuft die Stoppuhr bei den Weltmeisterschaften im schwedischen Göteborg. Am 31. Juli geht’s los.
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