Weilheim-Schongau - Der Peitinger Gewerkschaftler Günther Schachner (55) muss als Kreisvorsitzender der Linken mit Üebrwachung des Verfassungsschutzes rechnen. Das empört ihn.

-Halten Sie bei Ihrer nächsten Versammlung der Linken zwei Plätze für BND-Mitarbeiter bereit Platz genug hätten Sie ja?
Nein, weil ich es für eine Sauerei halte, dass demokratische Persönlichkeiten vom Verfassungsschutz überwacht werden. Da werden Leute diskreditiert, die sich bei uns engagieren, damit bayerische Verfassung und Grundgesetz umgesetzt werden.
-Was ist das für ein Gefühl, als Gewerkschaftler und Ex-Sozialdemokrat möglicherweise überwacht zu werden?
-Wollen Sie ernsthaft bestreiten, dass es bei den Linken Mitglieder gibt, die die demokratische Grundordnung hinterfragen?
Was ist die demokratische Grundordnung: Wenn man den hemmungslosen Kapitalismus in Frage stellt, stellt man dann die Demokratie in Frage? "Die Linke" will ausdrücklich den Artikel 20 des Grundgesetzes (die Bundesrepublik ist ein demokratisch-sozialer Bundesstaat) umsetzen. Altkader der SED, auf die Sie anspielen, gibt es bei uns kaum noch. . Diese Frage müsste man dann ja auch den ehemaligen Blockparteien der DDR stellen, die heute in CDU, CSU oder FDP sind. -Wie sieht es aktuell mit den Linken im Oberland aus?
Wir sind im Aufwärtstrend bei den Mitgliedern. In den sechs Landkreisen haben wir über 100 (vor 15 Monaten waren es noch 60). Ziel ist, in den Landtag einzuziehen, um die Politik für mehr soziale Gerechtigkeit beeinflussen zu können siehe Armutsbericht. In Geretsried haben wir unseren ersten Ortsverband gegründet, Starnberg und andere sollen folgen.
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