Schongau/Peiting - Streng wie nie zuvor will heuer die bayerische Staatsregierung Halloween-Partys reglementieren, wenn sie auf den Feiertag Allerheiligen fallen.

© foto: Jil
Partys mit furchterregenden Halloween-Masken sind laut Stadtpfarrer Bernhard Mooser mit dem Feiertag Allerheiligen nicht vereinbar.
„Ich weiß auch nicht, was mit der bayerischen Regierung los ist“, schüttelt Peitings „Bergwerk“-Wirt Manfred Barnsteiner den Kopf. Im vergangenen Jahr seien in einigen Landkreisen Halloween-Partys gefeiert worden, „in unserem Landkreis wurden sie jedoch zum 31. Oktober verboten“. Barnsteiner akzeptiert den Feiertag und die Kirchengänger („Ich gehöre ja selbst dazu“), möchte dann aber auch Gleichbehandlung. „Außerdem kann man den Wirten doch nicht überall Riegel vorschieben. Jetzt haben wir einen Tag, an dem wir mit Deko feiern könen und werden schon wieder reglementiert. Wir sind schon zu einem totalen Kontrollstaat geworden, fast wie in einer kleinen DDR.“
Dass in Schongau „die Party erst um Mitternacht beginnt“, reicht Mooser nicht. „Der 2. November ist Allerseelen. Und da wird für gewöhnlich der Toten gedacht. An einem solchen Tag Halloween zu feiern, ist für mich pervers.“
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