Peiting - Heute schlägt die Stunde der Wahrheit für die 140 Angestellten des Peitinger Zarges-Werks. Kurz vor Entscheidung macht Zarges-Chef Frank Haberstroh den Angestellten Hoffnung.
Heute schlägt die Stunde der Wahrheit für die 140 Angestellten des Peitinger Zarges-Werks. Ab 11 Uhr tagt der Beirat des Konzerns und entscheidet, ob das Werk geschlossen wird oder ob in letzter Sekunde doch noch eine Fristverlängerung gewährt wird. Und ein Fünkchen Hoffnung besteht: Nach den gestrigen Gesprächen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung versprach Zarges-Geschäftsführer Frank Haberstroh gegenüber den Schongauer Nachrichten: „Ich werde für eine Fristverlängerung kämpfen.“
Im Rahmen einer Wirtschaftsausschusssitzung sind laut Haberstroh gestern die Positionen von Betriebsrat und Geschäftsführung geklärt und Missverständnisse ausgeräumt worden. Außerdem habe man sich im Anschluss an die Sitzung auf konkrete nächste Schritte zur Erarbeitung von Handlungsalternativen verständigt. „Der Knoten ist geplatzt. Wir sind gestern einen gewaltigen Schritt nach vorne gekommen. Ich gehe mit einem guten Gefühl in die heutige Sitzung.“
In wie weit die gestrigen Gespräche aber die Entscheidung des „nebulösen Beirats“ beeinflusst, kann der Betriebsrat nicht einschätzen. „Sie haben jetzt die Vorschläge, die sie wollten und die den Beirat umstimmen könnten. Aber ich weiß nicht, wie das heute ausgeht. Ich traue denen alles zu“, meint Bäumler.
Deshalb ist der Betriebsrat auch auf alle Eventualitäten vorbereitet. „Wenn der Beirat gegen eine Fristverlängerung stimmt, werden sich unsere Gangart und Umgangsformen garavierend verändern“, garantiert Bäumler.
Im Peitinger Werk ist die Stimmung kurz vor der Entscheidung „zwischen Hoffnung und Niedergeschlagenheit“. „Es ist eine krankmachende Situation und die Motivation ist auf den Nullpunkt. Man muss froh sein, dass die Leute überhaupt noch arbeiten“, erklärt Bäumler. Sollte morgen aber die Schließung beschlossen werden, könnte sich das schlagartig ändern.
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