Gauting - Das Bürgerforum sorgt sich um das Erscheinungsbild von Gauting: In einem offenen Brief an den Gemeinderat warnt der Vorstand davor, dass der Ort einen "architektonischen Gesichtsverlust" erleidet.
Deshalb fordert der Vorstand des Vereins ein städtebauliches Gesamtkonzept für die vielen, zum Teil gemeindeeigenen Flächen, die in den kommenden Jahren einer anderen Nutzung zugeführt werden sollen. Bürgerforums-Vorsitzende Dr. Ulla Ziegler und ihre Stellvertreterin Prof. Mechthild Lobisch zählen die fraglichen Areal auf: Der historische Bahnhof, das Grundschul-Gebäude, das Postgebäude, das Grill-Areal, das Wunderl-Grundstück bis hin zur Postwiese am Buchendorfer Berg - überall dort befürchtet das Bürgerforum eine massive bauliche Verdichtung vor allem mit rentablen Wohn- und Geschäftshäusern. Der bisherige Charme bleibe außen vor, möglichst rentable Vermarktung stehe im Vordergrund. Das sei falsch: „Das Ortsbild in seiner Gesamtheit sollte oberste Priorität haben und damit die Bewahrung historischer, in das Gedächtnis der Gautinger eingeschriebener Gebäude, die für urbane Lebensqualität stehen“, schreiben die Bürgerforum-Vertreterinnen.
Dass es anders geht, hat für das Bürgerforum das bosco gezeigt. Dessen Weiterentwicklung habe gezeigt, „dass es sehr wohl möglich ist, Wunden im Ortsbild zu schließen“. Der eigene Gautinger Charme ist für Ziegler auch ein wichtiger Standortfaktor. „Wir haben viel Zuzug von jungen Familien“, sagt sie. „Eben weil wir noch eine Gemeinde im Grünen sind, die noch nicht ganz gesichtslos ist.“
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