Feldafing - Am zweiten Verhandlungstag erging gestern das Urteil für den mutmaßlichen Feldafinger Brandstifter. Die Richterin hatte keine Zweifel: "Nur Sie kommen in Frage."
Obwohl der junge Ex-Feuerwehrmann bis zuletzt auf seine Unschuld pochte, hegte das Jugendschöffengericht keinerlei Zweifel an der Schuld des 20-jährigen Lehrlings. Für das Entzünden einer Feldafinger Hütte (Sachschaden rund 40 000 Euro) erhielt der bereits einschlägig wegen Brandstiftung vorverurteilte Starnberger jetzt eine zehnmonatigen Bewährungsstrafe. Der Azubi muss zudem 96 Sozialstunden absolvieren und wird für die Dauer von zwei Jahren einem Bewährungshelfer unterstellt.
Belastend wirkte sich gestern auch die Aussage eines Freundes des Angeklagten aus. Dieser schilderte, wie der 20-Jährige vor einiger Zeit die Fensterscheibe des Geschäftes der geschädigten Nachbarn mit einem Stein bewarf. Offenbar befinden sich die Familien seit Jahren im Streit. Schwer wog zudem die einschlägige Vorstrafe des ehemaligen Floriansjüngers. Für Richterin Anneliese Plattner konnte es hier nur eine Antwort geben: „Das Ergebnis der Beweisaufnahme lässt keinen Zweifel mehr zu."
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