Landkreis - Die Teilnehmer des 4. Starnberger Imkergespräches waren sich einig: Untersuchungen und Analysen des Honigs müssen verbessert werden. Die Politik ist aufgefordert, die Voraussetzungen zu schaffen.

Imkervorstand Hubert Dietrich (r.) begrüßte aus dem Landtag Maria Noichl (SPD), Anne Franke (Grüne), Ulrike Müller (Freie Wähler), Gudrun Brendel-Fischer (CSU, v.l.) sowie Tobis Thalhammer (FDP, 2.v.r.). Foto: fkn
Bei dem bayernweit einmaligen Treffen mit Politikern und Verbandsvertretern blickten die Bienenzüchter auf ein „gar nicht mal so schlechtes“ Jahr zurück. Fünf Landtagsabgeordnete, Vertreter des Bezirkstages und die Sprecher der führenden Fachverbände waren in den Gasthof zur Schießstätte gekommen, um mit etwa 80 Imkern aktuelle Fragen der fliegenden Landwirtschaft zu erörtern. Der Rückblick fiel recht günstig aus. Die Honigernte brachte durchschnittliche Erträge, man registrierte eine „kleine Steigerung“ bei der Zahl der Bienenvölker und auch deutlich mehr Jungimker unter den 23 000 Imkern in Bayern.
Allerdings kündigte sich der Winter mit schlechten Nachrichten an, es wird mit großen Verlusten gerechnet. 30 bis 50 Prozent der Völker, so vermutet Bader, könnten zugrunde gehen. Die Varroa-Milbe als der Bienenkiller Nummer eins dezimiert auch weiterhin und nachhaltig die Bestände.
Hubert Dietrich, Vorsitzender des Imkervereins Starnberg, thematisierte unter dem Beifall des Saals ein bemerkenswertes Defizit. Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Stuttgart-Hohenheim und die Landesanstalt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind nicht in der Lage, das Naturprodukt Honig auf bestimmte Pflanzenschutzmittel hin zu prüfen - ihnen fehlen die erforderlichen Geräte. Und wenn die Züchter ihren Honig zur Pollen-Analyse nach Veitshöchheim geben, müssen sie sehr lange auf die Ergebnisse warten, weil dort, wie beklagt wurde, nur eine Person zuständig ist. „Eigentlich beschämend“, meinte Franz Vollmaier. Aufrüsten, lautete der Appell an die Politiker.
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