Inning - Millionen Zuschauer von „Wer wird Millionär?“ haben sich am Freitag mit Vera Pein gefreut. Die 55-Jährige aus Inning hat in der 1000. Ausgabe des RTL-Quiz’ 64 000 Euro gewonnen. Geld, das die Alleinerziehende von sieben Kindern wirklich gebrauchen kann.

Schmetterling im Gesicht: Aylin ist derzeit das jüngste Pflegekind von Vera Pein in Schlagenhofen. Foto: svj
Vera Pein spielte sich bis zur 125 000-Euro-Frage. Als Günther Jauch von ihr den Satz „Zum ersten Mal Deutschlands ,Sportler des Jahres’ wurde letztes Jahr ein …?“ vervollständigt haben wollte, musste die Inningerin passen.
Vera Pein war als eine von vier „Helden des Alltags“ ausgewählt worden, an der Jubiläumsshow teilzunehmen. Die gelernte Arzthelferin ist alleinerziehende Pflegemutter. Über 40 Kinder aus aller Welt hat sie in den vergangenen 18 Jahren in ihrer „Kinderinsel“ in Schlagenhofen betreut. „Ich sehe meine Tätigkeit nicht als Beruf, sondern als Berufung“, sagt sie.
Seitdem sind 20 Jahre vergangen, viele Kinder sind gekommen und nach Wochen, Monaten, manchmal sogar erst nach Jahren wieder gegangen. Zu manchen besteht heute noch Kontakt. Aktuell leben neben ihren leiblichen Kindern fünf Pflegekinder bei Vera Pein. Allerdings ist die finanzielle Situation mehr als angespannt. Obwohl sie sparsam wirtschaftet und auch immer wieder mal eine Spende bekommt, „ist am Ende des Geldes immer noch was vom Monat da“, wie es die taffe Frau formuliert.
Durch die 64 000 Euro von RTL sind nun nicht alle Probleme gelöst. Aber sie, der „Engel der Kinder“, kann erstmal durchatmen. „Ich werde als Erstes mein Konto ausgleichen“, sagt Vera Pein. „Und dann müsste ich dringend etwas für meine Altersvorsorge tun.“ Der größte Batzen aber - der geht sicher für die Kinder drauf, oder? „Natürlich“, antwortet sie. „Und das soll auch so sein.“
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