Oberpfaffenhofen - Der Schutz des Grundwassers am Flughafen Oberpfaffenhofen war Thema am dritten Verhandlungstag vor dem Verwaltungsgericht München II. Beim Schlagabtausch der Parteien landete der Flughafenbetreiber einen klaren Punktsieg.
Für Überraschung sorgte gestern Johannes Straub von Schott & Partner. Er stellte vor Gericht drastisch die Gefahren für das Grundwasser durch Enteisungsmittel für Flugzeuge und Rollbahnen dar. Doch dann musste er sich von Uwe Büchner, dem Leiter des Luftamts Südbayern, vorhalten lassen, 2007 ein anders lautendes Gutachten erstellt zu haben. Darin hatte Straub versichert, dass durch die Enteisungsmittel keinerlei Gefahr für das Grundwasser ausgehe. Jetzt, von den Anwälten der Kläger beauftragt, machte er eine Kehrtwende und begründete diese damit, dass sich seither viel getan hat.
Als Fazit der Wasserdiskussion stellte der vorsitzende Richter Alexander Witzel in Richtung Kläger fest: "So wie sich das anhört, müsste der Flughafenbetrieb sofort eingestellt werden. Bisher konnte aber niemand schlüssig erklären, warum."
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