Feldafing - Nach 18 Jahren muss Otto Gerber den Posten des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Feldafing räumen - aus Altersgründen.

Hohe Auszeichnung: Ende 2011 erhielt Otto Gerber das Feuerwehr-Ehrenzeichen von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für 40-jährige aktive Dienstzeit. Foto: jaksch
Was wäre die Feldafinger Feuerwehr ohne die Gerbers? Um einige tatkräftige Helfer ärmer, so viel steht fest. Franz Gerber ist Oberlöschmeister, sein Zwillingsbruder Otto Kommandant - aber nicht mehr lange, denn am Freitag, 10. Februar, muss die Wehr auf der Versammlung einen neuen Chef wählen. Otto Gerber wird in diesem Jahr 63 Jahre und überschreitet die Altersgrenze. Heißester Kandidat für die Nachfolge ist der aktuelle Stellvertreter Klaus Wagner. Der ist jung, im Ort verwurzelt und als Bauhofmitarbeiter quasi permanent abrufbar.
An seine Anfänge erinnert sich Otto Gerber noch genau. „Der damalige Kommandant Georg Stephan hat mich mehr oder weniger dazu überredet, zur Feuerwehr zu gehen“, erzählt er. Otto Gerber war damals gelernter Fernmelder bei Siemens, heute verdient er als Schädlingsbekämpfer seine Brötchen. Beigetreten ist er der Wehr am 1. August 1972, exakt 100 Jahre nach ihrer Gründung. „Und damals hatte der Stephan Schorsch schon ein Auge, denn er hat gesagt, ich hätte das Zeug zum Kommandanten.“
Bei unzähligen Einsätzen war Otto Gerber, der am 1. März 1994 den Posten des Kommandanten übernommen hatte, vor Ort. Das schlimmste Erlebnis war 1995, als er mit seiner Mannschaft zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B2 gerufen wurde. „Da wurde eine komplette Familie ausgelöscht, das war hart“, erinnert er sich.
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