Penzberg - Die Bundesjustizministerium Leutheusser-Schnarrenberger hat am Dienstag die islamische Gemeinde Penzberg besucht - und ihr angesichts der Islamismusvorwürfe den Rücken gestärkt.

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (mitte) besuchte am Dienstag die islamische Gemeinde in Penzberg, links die Vizedirektorin Gönül Yerli, rechts Imam Benjamin Idriz. Foto: wos
Als Zufall bezeichnete es Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, dass der Besuch just an jenem Tag stattfindet, an dem auch der neue bayerische Verfassungsschutzbericht veröffentlicht wird, in dem die Islamismusvorwürfe zum dritten Mal wiederholt werden. In dem Zusammenhang sagte sie, dass die Vorwürfe ihrer Einschätzung nach nicht zutreffen. Sie erklärte, dass sie als Justizministerium natürlich keinen Einfluß auf das anhängige Verfahren nehme. Als FDP-Landesvorsitzende wolle sie aber "auf politischer Ebene gegenhalten". Die Politikerin lobte die islamische Gemeinde Penzberg lobte für ihre Transparenz, das vielfältige Engagement und dafür, dass sie das Grundgesetz als gleiches Werteverständnis anerkennt.
Zu dem in München geplanten Zentrum für Islam in Europa sagte Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, dies sei "ein interessantes Projekt mit vielen Facetten". Sie wertete die Initiative als positiv.
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