003.01.08|Region Weilheim|Region Weilheim|
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Penzberg - Verspätete Züge sind nicht außergewöhnlich. Dass ein Zug zu früh losfährt und verdutzte Fahrgäste zurücklässt, aber schon. Passiert ist dies am Penzberger Bahnhof.
Eigentlich wollte ein 59-jähiger Penzberger, selbst pensionierter Eisenbahner, am Mittwoch seine 86-jährige Mutter mit dem Zug nach München zum Hauptbahnhof bringen. Seine Mutter saß am Penzberger Bahnhof schon im Zug, während er noch eine Fahrkarte am Schalter löste. Zeit wäre noch gewesen. Doch der Zug fuhr zwei Minuten zu früh los. Der Penzberger blieb am Bahnsteig samt dem Koffer der Mutter zurück.
Erst am Tutzinger Bahnhof konnte der Penzberger, der sich sofort in ein Taxi gesetzt hatte, seine völlig aufgelöste Mutter wieder in die Arme nehmen. Er hatte zuvor die Service-Zentrale der Bahn informiert. Diese hatte sich um die alte Dame gekümmert.
Bei der Bahn ist man über den Vorfall zerknirscht. "Wir entschuldigen uns in aller Form", sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag. Die Taxikosten sollen dem Mann erstattet und ein Bayernticket zur Wiedergutmachung geschenkt werden.
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