Penzberg - Das Innenministerium hat die Islamische Gemeinde Penzberg am Mittwoch in einer Mitteilung in die Nähe von verfassungsfeindlichen Organisationen gerückt. Die Muslime wehren sich.
Das bayerische Innenministerium hat am Mittwochnachmittag eine Pressemitteilung verbreitet, in der sie die Integrationsabsichten einer geplanten "Islamischen Akademie" in München anzweifelt. Ideengeber dieser Akademie ist der Penzberger Imam Benjamin Idriz, der dafür bereits bei den Landtagsfraktionen von CSU, SPD und Grünen geworben hat. In diesem Zusammenhang wird in der Mitteilung der Vorwurf erhoben, dass die Islamische Gemeinde Penzberg der Organisation "Milli Görüs" zuzuordnen ist. Dafür liegen dem Bayerischem Landesamt für Verfassungsschutz angeblich Erkenntnisse vor. Der Verfassungsschutz beobachtet "Milli Görüs" wegen "verfassungsfeindlicher Bestrebungen", so die Mitteilung. Zugleich wird behauptet, dass die Vizedirektorin des Islamischen Forum Penzberg als Funktionärin von "Milli Görüs" bekannt sei.
Schockiert von den Vorwürfen zeigte sich am Mittwoch die Vizedirektorin Gönül Yerli. Sie erklärte, sie sei nie Mitglied von "Milli Görüs" gewesen und daher auch keine Funktionärin der Organisation. Außerdem sagte sie, dass die Islamische Gemeinde Penzberg dieser Organisation nicht angehört. Sie sei eine unabhängige Gemeinde. Zu den Vorwürfen gegenüber der Akademie-Idee sagte sie, deren Ziel sei unter anderem eine Imam-Ausbildung in deutscher Sprache und in Kooperation mit dem Kultusministerium.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.