Penzberg - Der rote Kater „Simba" stand im Mittelpunkt eines Gerichtsverfahrens. Ein Rentner (71) aus Penzberg soll mit einem Holzscheit beworfen haben.
Das Tier hatte damals Schmerzen sowie einen Becken- und Kieferbruch erlitten. Gegen einen Strafbefehl über 1500 Euro legte der Rentner indes Einspruch am Amtsgericht Weilheim ein, weil er sich zu Unrecht beschuldigt fühlte. Der Angeklagte beschwerte sich, von der Katzenbesitzerin seit Jahren als „Katzenhasser“ verfolgt zu werden. Gerüchte würden in Penzberg kursieren, nach denen er Katzen verschwinden lassen würde, es sei von einer Schrotflinte und abgeschnittenen Katzenschwänzen die Rede.
Das Gericht sah es nach der langen Verhandlung als bewiesen an, dass der Penzberger die Katze schwer verletzt hatte, und sprach von einer „rohen Gesinnung“. Möglicherweise sei der angeklagte Fall nur die „Spitze eines Eisberges“, meinte der Staatsanwalt. Das Gericht erhöhte im Urteil die Geldstrafe für den Rentner auf 3600 Euro.
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