031.03.07|Wolfratshausen|Wolfratshausen|
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- Bad Tölz-Wolfratshausen – Am Tag danach ist bei der CSU Wundenlecken angesagt – und der Blick nach vorne. Oppositionspolitiker hingegen fordern harte personelle Konsequenzen aus den im DTK-Prüfbericht festgestellten Fehlleistungen von Landrat Manfred Nagler, dem früheren CSU-Sprecher Gerhard Meinl und dem Ex-DTK-Chef Peter Endres. Für den Landrat selbst gibt’s nur ein Ärgernis: Er ist „enttäuscht und entsetzt“, dass unsere Zeitung an den Bericht kam.
von joachim braun <P>Diese Stellungnahme kam nicht von Nagler selbst, er ließ seinen Pressesprecher Hans-Ulrich Menrad die Anfrage beantworten. Nagler, so Menrads Auskunft, sorge sich um das Wohl des Landkreises. Schließlich könnten sich aus der Berichterstattung Schadenersatz-Klagen ergeben. <P>Nach einem Antrag von SPD-Sprecher Fabian von Xylander auf eine Sondersitzung des Kreisausschusses hat Nagler einen Termin festgelegt: Montag, 16. April. Dann soll über den Bericht und dessen Veröffentlichung diskutiert werden. Naglers Maxime laut Menrad: „Möglichst alles öffentlich.“ Außerdem will der Landrat, wie auch die CSU schon gefordert hatte, einen Anwalt beauftragen, Schadenersatzansprüche zu prüfen – „in alle Richtungen“. Auf konkrete Nachfrage sagte Menrad, dass sich der Landrat „zur Sache“ jetzt nicht äußern wolle. <P>Das tat Grünen-Sprecher Klaus Koch. Er habe zwar, so sagte er gestern, gewusst, dass der Landkreis bei der DTK „von Beratern und anderen Beteiligten aufs Übelste gebratzelt wurde“. Bitter sei aber, „dass auch die Spitze des Landratsamts und deren Dunstkreis an der Spitze der CSU mit hoher Energie Dinge taten, die dem Landkreis schadeten“. <P>Von „krimineller Energie“ spricht gar Fabian von Xylander (SPD): Die DTK-Geschichte sei „ein einziger Skandal“. Dabei tröste es angesichts des enormen Schadens nicht, „dass unsere Zweifel richtig waren“. <P>Ebenso wenig wie Xylander fordert auch Josef Niedermaier (Freie Wähler) derzeit personelle Konsequenzen. Beide setzen auf die „Selbstreinigungskräfte der CSU“. <P>Deren Sprecher im Kreis, Heiko Arndt, hofft auf weitere Aufklärung. Es gebe viel zu diskutieren. Er hält es allerdings für falsch, „die politische Verantwortung auf Manfred Nagler und Gerhard Meinl zu verengen“. <P>
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