022.12.04|Wolfratshausen|Wolfratshausen|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
- VON VERONIKA WENZEL Geretsried - Die Diskussion gestern Abend war kurz: Dann beschlossen die Geretsrieder Stadträte und Bürgermeisterin Cornelia Irmer vor 200 Zuhörern, sich dem Votum ihrer Wolfratshauser Amtskollegen anzuschließen und für eine S-Bahn-Verlängerung über Gelting zu votieren. Dagegen stimmten die Geltinger CSU-Stadträte Franz Wirtensohn und Wolfgang Möckel.<BR>
Die Entscheidung zeichnete sich in den Redebeiträgen der Fraktionschefs ab. "Ein Ja zur S-Bahn bedeutet für mich und meine Fraktion ein Ja zur Trasse Gelting", sagte Volker Reeh (CSU). Schon allein durch den Beschluss der Wolfratshauser für diese Variante bleibe Geretsried "keine Alternative". Die Einstellung teilte Walter Büttner (SPD). "Da es keine konfliktfreie Trasse gibt, haben wir die Aufgabe, Interessen abzuwägen." Trotz aller Bürgereinsprüche aus Gelting lautet für Büttner das Ergebnis dieses Abwägungsprozesses: "S-Bahn-Verlängerung: jawoll. Verbindung: Trasse Gelting. Endbahnhof Süd: notwendig, aber man muss Alternativen prüfen." Letzteres wünscht sich auch Brigitta Siepmann (Grüne). Ursprünglich hatte sie auf eine Verlängerung nur bis zum Bahnhof Mitte plädiert, weil der Endbahnhof in einem FFH-Gebiet liegen würde. Da die Förderfähigkeit des Projekts laut Nutzen-Kosten-Untersuchung aber von einem Ausbau bis in den Süden abhängt, haben die Grünen ihre Meinung revidiert. "Der Anschluss ist für die Zukunft der Stadt so wichtig, dass wir nicht darauf verzichten können", so Siepmann. "Wir wollen und brauchen eine S-Bahn", betonte auch Robert Lug (Freie Wähler). Das sieht Franz Wirtensohn im Prinzip genauso. Aber die Trasse über Gelting zerschneide Flächen und bedrohe die Existenz der Bauern. "Eigentlich bräuchten unsere Landwirte Artenschutz."<P>Der Beschluss selbst war dreiteilig: Der allgemeinen Willenserklärung pro S 7-Verlängerung stimmten alle zu. Der Trassenbeschluss pro Gelting wurde mit zwei Gegenstimmen gefasst. Gegen den Ausbau bis in den Süden votierte Ulrich Schlösser (SPD). Ihm ist die Aussage, dass man alternative Standorte für den Endbahnhof prüfen wird, nicht genug: "Ich möchte keinen Bahnhof im FFH-Gebiet oder im Bannwald." In einem Anhang, der allerdings nicht mit dem Beschluss an die Vorhabensträger weitergeleitet wird, lassen sich die Geretsrieder noch ein Hintertürchen offen. Sollten sich die Wolfratshauser auf Druck der Bürger in der Trassenfrage zu Gunsten von Waldram umentscheiden, wird sich Geretsried erneut mit dem Thema befassen.<P>
zurück zur Übersicht: Region Wolfratshsn.

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

