Bad Tölz-Wolfratshausen - Mit einer Verzichterklärungs-Aktion will der Landkreis helfen, dem Ziel einer gentechnikfreien Landwirtschaft ein Stück näher zu kommen.

Kleiner, aber wichtiger Zusatz auf dem Etikett: Peter Fichtner, stellvertretender BBV-Kreisobmann aus Bad Heilbrunn, zeigt den Vermerk, der das Futter als gentechnikfrei ausweist. foto: pröhl
Noch vor fünf Jahren war Gentechnik im Viehfutter kein Thema, sagt die Degerndorfer Ortsbäuerin Anneliese Holzer. Seit kurzem ist das anders: Neben der Biomolkerei Scheitz in Andechs wollen nun auch die Milchwerke Berchtesgadener Land demnächst nur noch Milch von Vieh kaufen, das mit gentechnikfreiem Futter aufgezogen wurde. "Ein gutes Signal", sagt Anni Matheis, Ortsbäuerin aus Reichersbeuern, und fordert, dass nun auch die anderen Milcharbeiter diesen Beispielen folgen. "Aber es gibt immer welche, die man nicht erreicht."
Deshalb versteht auch Elisabeth Hinterholzer, Bäuerin in Münsing-Attenkam, jene Kollegen, die nicht mitmachen. "Es ist leichter, einen Milchstreik zu organisieren, als einen Landkreis komplett auf gentechnikfreie Produktion umzustellen", sagt sie.
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