Geretsried - Nach der Tigerattacke auf den Dompteur Christian Walliser fordern Tierschützer einen Zirkus ohne Wildtiere. Der Crocofant-Direktor verweigert die Rolle des Sündenbocks.

Gastierte mit dem Zirkus Crocofant in Geretsried: Christian Walliser. Bei einer Tigerattacke wurde der Dompteur schwer verletzt. Foto: archiv
Für Albrecht Widmann ist es eindeutig, warum sich wie berichtet vor zehn Tagen drei Tiger auf den Dompteur gestürzt haben. „Der Freiheitsdrang der Tiere ist stark eingeschränkt, deshalb werden sie aggressiv“, bekräftigt der engagierte Tierschützer. François Meise, Direktor des Zirkus’ Crocofant, in dem Walliser regelmäßig in der Manege stand, kommentiert den Vorwurf fast schon genervt: „Aggressivität liegt in der Natur von Raubkatzen.“ Arbeitsunfälle gäbe es in jeder Branche, sagt Meise. Erst im November hatte der Zirkus Crocofant sein Lager in Geretsried aufgeschlagen. Auf Protest von Tierschutz-Organisationen stoße Meise immer wieder.
Ungeachtet vom Auslöser für den Angriff der Tiger bleibt Widmann dabei: Die wilden Tiere würden nicht artgerecht gehalten. „Oder fahren Braunbären sonst auch mit dem Rad?“, fragt er provozierend.
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