110.02.10|Wolfratshausen|Wolfratshausen|1
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Bad Tölz-Wolfratshausen - „Ohne Frauen kein Land“, lautete das Motto des Landfrauentags am Dienstag im Ascholdinger Holzwirt. Die Männer huldigten den Bäuerinnen gebührend.

Herren der Schöpfung: Viele Kommunalpolitiker wie BBV-Kreisobmann Alois Schuller (li.) und der Tölzer Bürgermeister Josef Janker (3. v. li.) kamen nach Ascholding. Foto: sh
Eigentlich war es nur ein kleiner chirurgischer Eingriff, als Gott dem alten Adam eine Rippe entnahm. Doch ohne diesen schicksalsträchtigen Vorgang hätte es die Frau als solche wohl niemals gegeben. Und schon gar keinen Landfrauentag mit etwa 200 Besucherinnen, die sich am Dienstag im Holzwirt in gemütlicher Atmosphäre trafen.
Und schon überhaupt nicht die jungen Hainz-Madln aus Dietramszell, die das Ereignis von einst auf dem Podium mit ihren schönen Stimmen besangen.
Dem alten Adam sind neuere gefolgt. Sie erschienen gestern in Gestalt von Landrat Josef Niedermaier, der Bürgermeister der Gemeinden und vieler Würdenträger aus dem bäuerlichen Bereich. Sie trugen ihre schönste Tracht zur Schau und huldigten den Frauen gebührend. Etwa Niedermaier, der mittags einen Ausschuss geradezu fluchtartig verlassen hatte, um nur ja rechtzeitig sein Grußwort sprechen zu können. Der Landrat lobte die Bäuerinnen dafür, dass sie auf ihren Höfen „den Laden zusammenhalten“ und „die alten Werte in die neue Zeit tragen“. Er mahnte aber auch – Achtung, Politik –, dass man „das Rad nicht zurückdrehen“ kann. Weder beim grünen Zentrum noch bei der Milch.
Dann nahmen die Frauen das Heft in die Hand. Seit Ursula Fiechtner den Landfrauentag organisiert, gibt es anfangs stets eine kleine Gesprächsrunde, diesmal mit den Bürgermeisterinnen Maria Fährmann (Reichersbeuern), Leni Gröbmaier (Dietramszell) und Margit Menrad (Icking). „Dass Frauen in die Politik gehen, ist mittlerweile nichts Besonderes mehr“, sagte Leni Gröbmaier auf die Frage, ob sie mehr leisten müssen, um anerkannt zu werden. „Frauen müssen ihre Leistung bringen, aber Männer auch.“ (vu)
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